Durchaus kompromissbereit: FIA-Präsident Jean Todt will auf die Fans hören

Formel 1 2014

— 10.04.2014

Doppelte Punkte: Abschaffung stand auf der Tagesordnung

FIA-Präsident Jean Todt hätte gegen die Rolle rückwärts nichts einzuwenden gehabt, jedoch wurden sich die Teams nicht einig - Niki Lauda ärgert sich



Die doppelten Punkte beim Saisonfinale in Abu Dhabi waren seit ihrer überraschenden Einführung durch die Strategiegruppe der Formel 1 ein großer Zankapfel und in den Augen vieler Fans ein Ärgernis. Offenbar stand kürzlich bei einem Treffen der Verantwortlichen in Bahrain eine Rolle rückwärts kurz bevor, schließlich stimmten die Vertreter der Teams über die Abschaffung der neuen Regel ab, ehe sie überhaupt zum ersten Mal Anwendung fand - das verrät Jean Todt am Donnerstag.

Im Gespräch mit 'Autosport' erklärt der FIA-Präsident: "Wir hatten ein Meeting und ich fragte: 'Wollt ihr es überdenken?' Die Antwort war negativ." Vielleicht wäre es besser formuliert, von einigen negativen Reaktionen zu sprechen, schließlich können mehrere Mannschaften kein vitales Interesse daran haben, an der Sache festzuhalten - nämlich diejenigen, die aktuell formstark und damit die Gejagten sind. Um die doppelten Punkte tatsächlich noch zu kippen, hätte es ein einstimmiges Votum gebraucht.

Todt betont: "Ohne geht es nicht." Über Namen will der Franzose nicht sprechen, wenn es um die Entscheidung geht: "Fragen Sie mich nicht, wer 'Ja' und wer 'Nein' sagte. Also entgegnete ich: 'In Ordnung, wir werden am Ende der Saison sehen, wie die Reaktion ausfällt.'" Er selbst gilt genau wie Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone als Befürworter der Idee oder ist ihr zumindest nicht kategorisch abgeneigt. Trotzdem mahnt Todt, die Meinung der Fans in der Angelegenheit nicht zu vernachlässigen.

Zu denen zählt sich Niki Lauda, der von einer "völlig falschen Entscheidung" und einem "Glücksspiel" spricht, das keiner sehen wolle. "Zeitweise wurde über drei Rennen mit doppelten Punkten gesprochen. Gott sei Dank ist es nur eines", so die Formel-1-Legende. Hinzu kommt, dass er als Aufsichtsrat der Silberpfeile interessenpolitisch kein Interesse an einem aufgewerteten Finale haben kann. "Ich sage das nicht, weil ich für Mercedes arbeite, sondern weil ich Fan und Rennfahrer bin", entgegnet Lauda.

Der Österreicher will nicht, dass das Pech darüber entscheidet, wer sich in der Königsklasse die Krone aufsetzt: "Wenn ich daran denke, dass ich einen Plattfuß habe und der andere Idiot, der nichts gewonnen hat, mich bügelt - sind wir verrückt?", hadert Lauda und drängt auf eine Abschaffung spätestens mit der Saison 2015.

Fotoquelle: xpbimages.com

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