Kurt Busch appelliert auch an die amerikanischen Motorsportfans

Formel 1 2014

— 14.04.2014

NASCAR-Pilot Busch: "Haas meint es ernst"

Mit Haas Racing Development kommt 2015 ein neues Team in die Formel 1 - Rennfahrer Kurt Busch ist von der Hingabe seines Landsmanns Gene Haas überzeugt



Die Formel 1 bekommt im nächsten Jahr Zuwachs, das steht seit Freitag fest. So bestätigte die FIA zumindest schon einmal das US-amerikanische Team Haas Racing Development (kurz: HRD) von Gene Haas. Mit Forza Rossa könnte zudem noch ein weiterer Rennstall hinzukommen. Haas wird nach Jahrzehnten wieder ein amerikanisches Rennteam in die Königsklasse führen. Sein Landsmann Kurt Busch, derzeit Fahrer in der NASCAR-Serie, ist davon überzeugt, dass Haas keine halben Sachen machen wird.

"Es wird eine unglaubliche Herausforderung. Das weiß er", meint Busch gegenüber 'AP' und appelliert auch an die amerikanischen Motorsportzuschauer: "Es liegt jetzt auch an den Fans, hinter dem Projekt zu stehen, Gene den Rücken zu stärken und der Formel 1 eine neue Chance zu geben. Wir hatten Michael Andretti und zuvor seinen Vater. Wir hatten Scott Speed als Fahrer. Jetzt haben wir einen Teambesitzer. Es wird interessant werden zu sehen, wie das Fahrer-Line-up aussehen wird."

Der Faktor Geld sollte eigentlich kein großes Problem werden, denn mit seinem CNC-Maschinen-Betrieb Haas Automation (elektronische Steuerung von Werkzeugmaschinen) sowie seinem Windkanal Windshear in North Carolina steht Haas komfortabel da. "Er meint es ernst", versichert Busch. "Du steckst nicht einfach 40 Millionen Dollar in einen Windkanal, wenn du es nicht ernst meinst mit dem Rennsport."

Busch geht davon aus, dass Haas die Bühne Formel 1 als Schlüsselelement für eine globale Expansion seines Unternehmens ansieht, so habe er selbst bereits Lieferungen nach Malaysia, Schweden und Argentinien beobachtet. "Die gehen überall hin. Über die Formel 1 kannst du einen nachhaltigen Stempel mit dem Namen deiner Marke hinterlassen. Das musst du in der Formel 1 machen, weil es nichts Größeres gibt."

Mit 35 Jahren kann sich Busch selbst allerdings kein Engagement als Fahrer in der Formel 1 mehr vorstellen: "Meine Zeit, konkurrenzfähig in der Formel 1 fahren zu können, ist vorüber." Zu einer Testsession würde er sich allerdings jederzeit überreden lassen.

Das bis dato letzte waschechte US-Team in der Königsklasse war Parnelli Jones Racing in den Jahren 1974 bis 1976. Pilot damals war Mario Andretti; seinen einzigen Weltmeistertitel holte der Amerikaner aber erst zwei Jahre später (1978) mit Lotus. Darüber hinaus unterhielten Carl Haas (keine Verbindung zu Gene) und Teddy Mayer zwischenzeitlich ein amerikanisches Formel-1-Team, das allerdings in London stationiert war.

Fotoquelle: NASCAR

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