Fernando Alonso vor Kimi Räikkönen: Aktuell hat Ferrari mit sich selbst zu tun

Formel 1 2014

— 16.04.2014

Ferrari kleinlaut: Ziel ist Silber, nicht Mercedes

Technikchef Pat Fry sieht vorerst keine Chance, dem Tabellenführer Paroli zu bieten, verspricht aber harte und unnachgiebige Arbeit für den Erfolg



Ferrari steckt knietief in der Krise. Stefano Domenicali musste als Teamchef seinen Hut nehmen, nachdem der Rückstand der Scuderia auf die Spitzenreiter der Szene zuletzt in Bahrain noch größer als in Australien oder Malaysia ausfiel. Mercedes scheint himmelweit entfernt von den Roten und die lange Gerade, die sich dem Formel-1-Zirkus am Wochenende in Schanghai präsentieren wird, lässt nichts Gutes hoffen. Schließlich war es allen voran der schwächelnde Antriebsstrang, der den Unterschied ausmachte.

Pat Fry will nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass es in Maranello am nötigen Ehrgeiz oder Einsatz mangeln würde. "Wir waren sehr beschäftigt und haben uns mit allen Bereichen der Leistung des Autos befasst", sagt der Technikchef über die Arbeit in den vergangenen zehn Tagen und verspricht den Tifosi: "Daran, die Lücke zu den Topteams zu schließen, arbeiten wir so hart wir nur können." Gemeint sind mit dieser Aussage eher Force India, Williams und McLaren als der silberne Klassenprimus.

Schließlich gibt Fry den Kampf gegen Mercedes vorerst auf: "Es genießt erste Priorität, sich als zweitstärkstes Team zu etablieren", so der Brite, der am F14 T jede Schraube umdrehen will: "Wir sehen uns alle Bereiche des Autos an, vom Antriebsstrang über die Aerodynamik bis hin zur Aufhängung." Kimi Räikkönen, der sich sein Ferrari-Comeback gewiss anders vorgestellt hätte, fordert Geduld: "Wir wissen, was vor uns liegt. Die Leute geben 100 Prozent, aber es braucht eben seine Zeit", sagt der Finne.

Fotoquelle: xpbimages.com

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