Red Bull und Mercedes rechtfertigen ihr Votum gegen eine Kostenobergrenze

Formel 1 2014

— 16.04.2014

Spitzenteams verteidigen Entscheidung gegen Kostenkontrolle

Red Bull und Mercedes erklären ihre Entscheidung gegen eine Budgetdeckelung ab der Saison 2015 - Eine Kostenreduzierung führe nur über das Sportliche Reglement



Die Topteams der Formel 1 haben ihre Entscheidung gegen eine Kostendeckelung ab der Saison 2015 verteidigt und vertreten nach wie vor den Standpunkt, dass sie der falsche Weg für den Sport wäre. FIA-Präsident Jean Todt hatte im Rahmen des Bahrain-Grand-Prix bekanntgegeben, dass er die Pläne zur Einführung einer Kostenobergrenze aufgrund des Widerstands der sechs Teams innerhalb der Strategiegruppe aufgegeben habe.

Die kleineren Formel-1-Teams brachte diese Entscheidung allerdings in Rage, schließlich befürchten viele ein finanzielles Desaster in der Königsklasse, sollte die FIA nichts gegen die stetig steigenden Kosten unternehmen. Zwei wichtige Mitglieder der Strategiegruppe haben nun aber ihren Standpunkt bestätigt und sind davon überzeugt, dass die Ausgaben auch ohne Kostendeckelung unter Kontrolle gebracht werden können.

"Ich denke, die Situation ist die, dass eine Deckelung die Kosten niemals effektiv kontrollieren könnte", erklärt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Alles Teams sind sich dahingehend einig, dass die Kosten reduziert werden müssen. Und der effektivste Weg, das zu erreichen, führt über das Sportliche Reglement. Das müssen wir also genauer unter die Lupe nehmen und genau schauen, was unsere Kosten in die Höhe treibt."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist einer Kostenobergrenze eigentlich nicht abgeneigt, räumt aber ein, dass es aussichtslos sei zu versuchen, den anderen Teams eine solche aufzudrängen. Dazu sei der Widerstand der Rivalen zu groß. "Wir mussten feststellen, dass gewisse Teams zu erbittert gegen eine Kostendeckelung wären. Das müssen wir akzeptieren. Wir denken aber weiterhin, dass die Kosten unbedingt gesenkt und in irgendeiner Art und Weise begrenzt werden müssen."

"Wenn das Sportliche und Technische Reglement der richtige Weg dafür sein soll, dann lasst uns diesen Weg jetzt einschlagen und ein paar Regeln machen", fordert Wolff. "Die Geschichte hat hinreichend bewiesen, dass diese Herangehensweise funktionieren kann: Sei es die Einschränkung der Testfahrten oder die Parc-Ferme-Regelung. Hoffentlich werden die Kosten durch so einen Schritt sinken."

Fotoquelle: xpbimages.com

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