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Formel 1 2014

— 18.04.2014

Alonso: "Alle Updates haben gut funktioniert"

Licht und Schatten bei Ferrari: Während Fernando Alonso seinem neuen Teamchef mit Platz zwei ein Einstandsgeschenk machte, lief bei Kimi Räikkönen nicht viel



Beim ersten Rennwochenende mit dem neuen Teamchef Marco Mattiacci, der Stefano Domenicali ersetzt, gab es für den Italiener gleich ein Einstandsgeschenk: Die Scuderia präsentierte sich am Freitag vor dem Grand Prix von China deutlich stärker als zuletzt und legte einen guten Auftakt hin. Fernando Alonso belegte im Gesamtklassement mit einer persönlichen Bestzeit von 1:38.456 Minuten Platz zwei - nur 0,141 Sekunden hinter Spitzenreiter Lewis Hamilton. Im ersten Freien Training hatte der Spanier sogar die Bestzeit markiert.

Nicht so gut lief es für Teamkollegen Kimi Räikkönen: Der Finne musste mit einem Rückstand von 0,968 Sekunden auf Hamilton mit Platz sieben Vorlieb nehmen. Zudem kam er im ersten Freien Training nicht über eine Installationsrunde hinaus - es gab Verdacht auf ein Problem mit dem Energie-Rückgewinnungssystem. Das ist auch der Grund, warum Räikkönen mit insgesamt 26 Runden nur auf etwas mehr als die Hälfte von Alonsos Umläufen (48) kam.

Auch bei den Longrun-Bestzeiten zeigte sich ein ähnliches Bild: Alonso lag mit 1:43.0 Minuten auf dem guten vierten Platz - und nur rund drei Zehntel hinter Mercedes. Räikkönen hatte hingegen Schwierigkeiten und kam bei seinem Dauerlauf nicht über eine beste Rundenzeit von 1:44.9 hinaus.

Funktionierende Updates sorgen für "gute Nachrichten

Alonso spricht von einem normalen Trainingsauftakt: "Alle Freitage sind gleich. An diesem Tag muss man vor allem die Reifen testen, um sich an den Kurs zu gewöhnen. An dieser Front war die Arbeit aber vielleicht weniger nützlich als sonst, denn die Vorschau für morgen deutet darauf hin, dass Regenschauer zu erwarten sind."

Dafür ist er mit den Verbesserungen seines F14 T zufrieden: "Wir haben ein paar kleine Updates mitgebracht, dir wir bereits beim Test in Bahrain ausprobiert haben. Alles hat gut funktioniert, und das sind gute Nachrichten. Wenn wir die Form der anderen außer Acht lassen, dann bin ich mit unserer heutigen Arbeit glücklich. Das Team bringt bei jedem Rennen neue Teile, und wir müssen versuchen, einen weiteren Schritt vorwärts zu machen, wenn wir konkurrenzfähig sein wollen."

Alonso hatte ähnliche Reifenprobleme wie die anderen Piloten: "Diese Strecke ist besonders fordernd für die Reifen, und die Soft-Reifen leiden bei den Longsruns besonders unter dem Graining. Es wird also wichtig sein, für Sonntag einen Reifenplan auszuarbeiten. Wenn es morgen regnet, dann werden wir definitiv weniger Informationen für das Rennen haben und müssten auf unser Rateglück hoffen. Hoffentlich treffen wir die richtigen Entscheidungen."

Technikproblem zwingt Räikkönen zum Zuschauen

Räikkönen bestätigt den Eindruck, den man auch von außen hatte: "Das war ein schwieriger Tag, der mit einem technischen Problem heute Morgen begann, weshalb wir nur eine Installationsrunde fahren konnten. Als wir das aussortiert hatten, versuchten wir am Nachmittag die verlorene Zeit wieder gutzumachen. Dabei haben wir uns hauptsächlich darauf konzentriert, unser Setup an die Strecke anzupassen, und einen Teil unserer Rennsimulationen geopfert."

Generell tappt der Ferrari-Rückkehrer noch etwas im Dunkeln: "Es ist schwierig, eine allgemeine Einschätzung zu treffen, und ich habe definitiv wegen der verlorenen Zeit auf der Strecke einiges verpasst. Heute Abend werden wir uns darauf konzentrieren, die gesammelten Daten zu analysieren. Morgen werden wir dann das Maximum aus dem letzten Freien Training herausholen, um das Auto so gut wie möglich auf Qualifying und Rennen vorzubereiten."

Fry fürchtet Regenlotterie im Qualifying

Während Alonso noch von einem ganz normalen Freitag spricht, hört sich das bei Chefingenieur Pat Fry schon etwas anders an: "Das war ein besonders fordernder Freitag, sowohl für die Fahrer auf der Strecke als auch für die Mechaniker in der Box." Das liegt auch an Räikkönens Pech heute Morgen: "Kimis Auto blieb im ersten Training nach der Installationsrunde in der Box. Mit Fernando absolvierten wir aber zahlreiche Aerodynamik-Tests und überprüften ein paar Dinge bei der Antriebseinheit. Am Nachmittag lief es dann glatter, und wir arbeiteten mit beiden Autos an der Balance und an der Leistungsentfaltung."

Wo Ferrari nun steht, ist selbst für Fry nicht ganz klar: "Obwohl wir an allen Fronten Fortschritte machen, ist uns sehr wohl bewusst, dass eine Einschätzung am Freitag immer schwierig ist. Die niedrigen Temperaturen haben heute die Performance der Reifen beeinflusst. Selbst wenn wir damit rechnen dürfen, dass sich der Streckenbelag morgen in besserem Zustand präsentiert, könnte der für das Qualifying erwartete Regen die Session in eine wahre Lotterie verwandeln. Wichtiger als irgendwelche Prognosen ist es aber, dass wir uns weiter auf unsere Arbeit konzentrieren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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