Sebastian Vettels Stimmung war in China nicht die allerbeste

Formel 1 2014

— 21.04.2014

Lauda: "Sebastian hat das Fahren mit dem Auto verlernt"

Niki Lauda sieht Sebastian Vettels Fahrweise als Ursache dafür, dass er die Teamduelle gegen Daniel Ricciardo verliert - Comeback schon im nächsten Rennen?



Sebastian Vettel hat härter an seinem Teamkollegen zu knabbern, als ihm lieb ist - und als viele gerechnet haben. Im Qualifying steht es mittlerweile 3:1 für Daniel Ricciardo, und auch im Rennen nimmt der Australier dem Deutschen bislang die Butter vom Brot. Dreimal kam der Neuling im Team nun vor Vettel ins Ziel - inklusive dem Saisonauftakt in Australien, als Ricciardo ursprünglich auf Rang zwei über die Ziellinie fuhr.

Beim gestrigen Großen Preis von China folgte aber die ultimative Bestrafung für den Vierfachweltmeister: Er wurde vom Team angewiesen, seinen schnelleren Teamkollegen vorbeizulassen. Nur widerwillig ließ Vettel Ricciardo vorbei und kam letzten Endes hinter ihm als Fünfter ins Ziel. Doch nicht genug: Im Kampf um den WM-Titel wird sich Vettel strecken müssen. 46 Punkte liegt er bereits hinter Nico Rosberg, und Mercedes wird wohl auch in den kommenden Rennen noch das Maß aller Dinge sein.

Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda meint bei 'RTL', dass Vettel nun hart daran arbeiten müsse, um zumindest wieder seinen Teamkollegen in den Griff zu bekommen. "Er ist natürlich in der Vergangenheit mit Hochs und Siegen sehr verwöhnt gewesen, aber die Leistung ist weg", sieht er den Heppenheimer in einem Tief. "Er hat das Fahren mit dem Auto jetzt verlernt, weil der andere schneller mit ihm fährt. Das Fahren nicht, aber das Fahren mit dem Auto! Und an dem muss er jetzt arbeiten."

Die Gründe dafür sieht der Österreicher in den Vorgängerautos mit den angeblasenen Diffusoren: "Ich weiß, dass er mit dem Diffusor-Auto im vergangenen Jahr eine Fahrstrategie herausgearbeitet hat, mit der er schneller war als alle anderen." Doch diese Möglichkeit besteht seit dieser Saison nicht mehr, Vettel könne seine Fahrweise mit dem RB10 nun nicht mehr so umsetzen. "Jetzt kommt der Ricciardo, der war noch nie im Red Bull - der kennt nur das Auto, so wie es ist. Der nimmt es und fährt einfach", so Lauda.

Und darum weist der Australier den Titelverteidiger auch regelmäßig in seine Schranken. Beim gestrigen Rennen klang Vettel sogar ein wenig unwirsch, als er Ricciardo passieren lassen sollte. "Pech gehabt!", raunzte er in den Funk. Bekommt der Heppenheimer also schon ein psychisches Problem mit der Situation? Lauda sagt nein: "Dass er moralisch einen Dämpfer kriegt, glaube ich einfach nicht. Er ist so ein erdbezogener Mensch, der weiß, wie man Problem zu lösen hat." Und das werde schon schnell der Fall sein: "Der Sebastian wird jetzt umdenken, und wird sich genau das alles überlegen, und wird im nächsten Rennen wieder schneller sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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