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Formel 1 2014

— 21.04.2014

Rosberg atmet durch: Schadensbegrenzung nach Katastrophe

Nico Rosberg hatte auf dem Weg zu seinem zweiten Platz einige Hindernisse zu überwinden: Fehlende Telemetrie, schlechter Start, haarige Kollision



Noch führt Nico Rosberg in der Weltmeisterschaft knapp vor seinem Teamkollegen, doch Lewis Hamilton hat dem Wiesbadener in den vergangenen drei Rennen die Butter so richtig vom Brot genommen. Dreimal hintereinander siegte der Brite, während Rosberg stets als Zweiter ins Ziel kam. Dank seines Sieges von Melbourne und dem gleichzeitigen Ausfall von Hamilton hat der Deutsche aber noch vier Punkte mehr auf dem Konto.

In China konnte der Silberpfeil-Pilot - im Gegensatz zu Bahrain - aber kein Wörtchen um den Sieg mitreden. Nach Bremsproblemen kam Rosberg schon in der Qualifikation nur auf Rang vier, im Rennen hinderten ihn weitere Schwierigkeiten an der Verfolgung seines Teamkollegen, wie er in seinem Videoblog schildert. Besonders der Ausfall der Telemetriedaten habe sein Rennen enorm beeinflusst.

"Die Ingenieure hatten den ganzen Tag null Kommunikation mit dem Auto, also die konnten überhaupt nicht sehen, was bei mir los ist", erzählt er und vergleicht sich diesbezüglich mit einem Geist. "Das ist, als ob ich nicht auf der Strecke wäre. Die ganzen Bildschirme waren schwarz bei denen." Immer wieder musste Rosberg seinen Ingenieuren am Funk Daten aus dem Auto übermitteln, damit diese ihm Anweisungen geben konnten.

Neben dem Nervfaktor, den das für den Mercedes-Piloten hatte, kam auch hinzu, dass sich das Auto an den wichtigen Stellen des Rennens auch komplett anders als erwartet verhalten habe. Am Start beispielsweise sei die Kupplungseinstellung durch den Ausfall der Telemetrie komplett falsch gewesen, weswegen Rosberg gleich zu Beginn ein paar Plätze verlor. "Katastrophenstart", beschreibt er es mit nur einem Wort.

Die nächste Schrecksekunde folgte dann bereits in der ersten Kurve. In der sogenannten Schneckenkurve versuchte Williams-Pilot Valtteri Bottas außen an Rosberg vorbeizugehen, als sich das linke Vorderrad des Deutschen und das rechte Hinterrad des Finnen berührten. "Das hat einen Schlag gegeben am Lenkrad, ich dachte: Alles ist hin", beschreibt der Silberpfeil-Pilot diese haarige Szene. Doch beide kamen glimpflich aus der Situation heraus: "Ich hatte echt Glück gehabt, dass ich weiterfahren konnte."

Der Rest des Rennens war wieder ein Schaulaufen des F1 W05. Reihenweise versägte Rosberg die Konkurrenz. "Dann habe ich ein bisschen Spaß gehabt, bin durchs Feld gepflügt und hatte coole Überholmanöver", so der Deutsche, der hinter Hamilton zum dritten Doppelsieg in dieser Saison fuhr. Und wie hatte Rosberg so schön gesagt: "An einem guten Tag werde ich mit dem Auto Erster, an einem schlechten Tag Zweiter." Dann muss gestern wohl ein schlechter Tag gewesen sein. Und so bleibt ihm nur das Fazit: "Der zweite Platz ist echt Schadensbegrenzung für die Weltmeisterschaft."

Fotoquelle: xpbimages.com

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