Niki Lauda will auch anderen Teams eine Champagnerdusche gönnen

Formel 1 2014

— 23.04.2014

Lauda: "Wir wollen gar nicht alle Rennen gewinnen"

Zwar sieht alles nach einer Mercedes-Dominanz aus, doch Niki Lauda will gar nicht in allen Rennen auf Rang eins stehen: "Tut der Formel 1 sicher nicht gut"



Die ersten vier Rennen waren eine einzige Mercedes-Show. Nico Rosberg und Lewis Hamilton machten bislang in der Saison alle Qualifying und Rennsiege unter sich aus und fhren in beiden WM-Wertungen schon mit deutlichem Vorsprung. Bei vielen weckt diese Dominanz Erinnerungen an frhere Jahre. So gewann Ferrari in der Saison 2004 15 von 18 Rennen, McLaren holte sich 1988 15 von 16 Rennsiegen. Doch ein kompletter Siegeszug wre auch fr die Formel 1 etwas Neues.

Doch selbst im Lager von Mercedes hofft man, dass es nicht zu einer solchen Lage kommen wird, denn wie langweilig die Dominanz eines Einzelnen sein kann, wissen auch die jngsten Formel-1-Fans nach der Siegesserie von Sebastian Vettel aus dem vergangenen Jahr. "Wir wollen gar nicht alle Rennen gewinnen", betont Aufsichtsratschef Niki Lauda gegenber der Schweizer Zeitung 'Blick'. "Solche Rekorde tun der Formel 1 sicher nicht gut."

Der sterreicher wrde sich auch damit zufriedengeben, wenn die Konkurrenz den Silberpfeilen den ein oder anderen Sieg wegschnappen wrde. "Was wir wollen, ist, eine solide Basis auch fr die nchsten Jahre aufzubauen. Da gehren Rckschlge sicher mal dazu", so Lauda. Bislang erlebte Mercedes davon allerdings nur einen: Beim Saisonauftakt von Melbourne schied Polesitter Lewis Hamilton schon nach wenigen Runden mit einem Defekt aus.

Doch seitdem holte das Team aus Brackley drei Doppelerfolge hintereinander - etwas, das es seit genau zehn Jahren nicht mehr gegeben hat. "Was wir momentan erleben drfen, ist die Ernte der monatelangen Arbeit. Vor allem auch im Bereich des Turbo-Motors", erklrt Lauda. "Vier Siege in Serie und starke Fahrer - das ist eine Hchstleistung. Aber wir schauen die jetzige Situation nicht als normal an. Die Gegner werden sicher noch strker."

Doch die Konkurrenz muss sich strecken. Bislang landete nmlich bei jedem Grand Prix ein anderes Team hinter den dominierenden Silberpfeilen: McLaren in Australien, Red Bull in Malaysia, Force India in Bahrain und Ferrari in China. Und bei jedem Rennen fuhr der Sieger immer genau zwischen 23,6 und 24,6 Sekunden Vorsprung auf den ersten Nicht-Mercedes heraus (wenn man Daniel Ricciardo in Melbourne dazu zhlt). Die Konkurrenz muss sich also gewaltig steigern, wenn sie ein neuerliches 1988 oder 2004 verhindern will - oder gar ein komplettes Zu-Null-Debakel.

Fotoquelle: xpbimages.com

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