Juan Pablo Montoya fährt seit 2014 für Penske in der IndyCar-Serie

Formel 1 2014

— 29.04.2014

Montoya: "IndyCar bietet bessere Rennen"

Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya zieht den Vergleich zwischen Königsklasse und IndyCar-Serie, wobei die Formel 1 nicht allzu gut wegkommt



Zwischen 2001 und 2006 war Juan Pablo Montoya ein fester Bestandteil der Formel 1. Mit Williams und McLaren holte er in 94 Rennen sieben Siege, 13 Pole-Positions und zwölf Schnellste Runden. Trotzdem entschied sich der Kolumbianer nach anderthalb Saisons in Woking zum Sprung über den "großen Teich". Dort absolvierte er fast acht Jahre als NASCAR-Fahrer, bevor er nun zur Saison 2014 in die IndyCar-Serie wechselte, mit der er sich doch eher identifizieren kann als mit der Formel 1.

"Sie bietet bessere Rennen", findet Montoya gegenüber 'auto motor und sport'. Das habe allerdings nichts mit den Regeländerungen in der Formel 1 zu tun. Vielmehr sei es der Tatsache geschuldet, dass die Königsklasse deutlich stärker im Zeichen der Technik steht als jede andere Serie. Selbst ein Topfahrer könne in einem unterlegenen Auto nichts ausrichten. "Es ist einfach eine andere Art Motorsport. Die kann man mögen oder nicht. Ich hatte in der Formel 1 eine gute Zeit, weil ich immer in guten Autos saß."

Den Großen Preis von China habe Montoya schon nach fünf Runden wieder abgeschaltet: "Ich fand es nicht spannend. Und ich habe den Lärm vermisst, zumindest am Fernseher. Ich weiß natürlich nicht, wie die Motoren in Wirklichkeit klingen. Aber ich glaube mal, an das Gekreische von den hochdrehenden V10 aus meiner Zeit kommen sie nicht heran." Zwar seien auch die IndyCar-Motoren nicht die lautesten, "aber damit kann man leben. Und auch die Power ist okay."

Bereits mehrfach hat der 38-Jährige bereits gegen Überholhilfen wie das DRS vom Leder gelassen - generell verurteilen will er derartige Systeme aber nicht: "Es hängt vom Standpunkt des Betrachters ab. Als Rennfahrer würde ich es nicht mögen, weil es das Überholen zu einfach macht." Für die Zuschauer sei es hingegen toll. "Um was geht es in dem Sport? Um eine gute Show. Und DRS macht die Show besser, keine Frage."

Push-to-pass-Systeme, wie sie unter anderem in Montoyas IndyCar-Serie zum Einsatz kommen (dort unter dem Namen "Power-to-pass"), seien da schon ein etwas anderes: "Du drückst den Knopf, aber das Team deines Gegners sieht das und sagt seinem Fahrer über den Funk, dass er gefälligst auch den Knopf drücken soll. So hat er eine Waffe zur Verteidigung. Ich würde es mit dem KERS-Knopf in der Formel 1 vergleichen."

Fotoquelle: IndyCar

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