Ayrton Senna war bis zu seinem Tod mit Adriane Galisteu liiert

Formel 1 2014

— 01.05.2014

Ex-Senna-Freundin: "In dem Moment blieb meine Welt stehen"

Adriane Galisteu, die ehemalige Freundin von Ayrton Senna, erinnert sich an den tragischen Tag vor 20 Jahren - Die Liebe ihres Lebens sei Senna aber nicht gewesen



Als Ayrton Senna vor 20 Jahren in Imola ums Leben kam, trauerte die ganze Welt. Eine Person, die der Formel-1-Legende zu jener Zeit besonders nah stand, war seine damalige Freundin Adriane Galisteu. Die blonde Brasilianerin, die ihren Traummann als Grid-Girl beim Großen Preis von Brasilien 1993 kennenlernte, hatte einige Jahre nach dem tragischen Unfall ein Buch über ihr Leben mit dem Rennfahrer veröffentlicht, wofür sie von Sennas Familie scharf kritisiert wurde. Nun erinnert sie sich an die schlimmen Momente am 1. Mai 1994.

Vor dem Großen Preis von San Marino habe Senna sie noch angerufen: "Es ging ihm nicht gut. Sein guter Freund Rubens Barrichello war (nach einem schweren Unfall im Freien Training; Anm. d. Red.) im Krankenhaus, zudem war Ayrton sehr aufgewühlt wegen des tödlichen Unfalls von Roland Ratzenberger. Er sagte mir: 'Ich bin sehr traurig'", so Galisteu gegenüber 'Sportsmail'. "Ich hatte ihn zwar schon niedergeschlagen erlebt, aber so wie an jenem Tag hatte seine Stimme noch nie geklungen."

Aus diesem Grund habe Galisteu ihren Freund gewarnt: "Ich erinnere mich, wie ich ihm sagte: 'Ayrton, fahr dieses Rennen nicht.' Er hat mir geantwortet, dass er seinen Beruf liebe und das Rennen nicht einfach absagen könne. 'Das ist mein Leben.'" Nachdem das Pärchen die letzten gemeinsamen Stunden an der Algarve verbracht hatte, blieb Galisteu in Portugal und schaute den Grand Prix im Fernsehen. "Ich sah den Unfall und dachte mir nichts dabei. Ich habe sogar gedacht: 'Gut, so wird er früh wieder zurück sein, Gott sei Dank.'"

Schlechte Nachrichten im Flieger

Dann habe das Model aber realisiert, dass es doch ernster aussah, als zunächst angenommen. "Ich konnte sehen, dass das Auto beschädigt war, aber ich hätte nie gedacht, dass er sterben könnte", erinnert sich Galisteu. Dann habe sie einen Anruf der Frau von Sennas bestem Freund erhalten, sie müsse nach Imola kommen. "Wir haben einen Privatjet von Lissabon aus genommen. Beim Einsteigen in den Flieger dachte ich noch immer, er sei am Leben - verletzt aber nicht tot."

Kurz vor dem Start habe der Pilot jedoch einen Funkspruch vom Tower erhalten. "Ich habe mir vorgestellt, es sei Ayrton, der mir sagte, ich brauche nicht zu kommen, alles sei okay. Doch es war ein Freund: 'Adriane, du brauchst nicht zu kommen.' 'Wow, das ist ja toll', sagte ich und dachte, es müsse ihm schon besser gehen. 'Nein, er ist tot.' In diesem Moment blieb meine Welt stehen", so Galisteu. "In meinem Kopf konnte er einfach nur an Altersschwäche sterben. Unglaublich, dass er bei der Sache gestorben ist, die er am besten in seinem Leben konnte."

Es sei schwer für Brasilien gewesen, schwer für die ganze Welt. Besonders schwer sei es aber für Galisteu gewesen. So habe sie bei der Beisetzung in Sao Paulo so lange wie nur möglich an seinem Sarg verweilt. "Ich habe Jahre gebraucht, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, besonders in Sachen Liebe. Meine Zeit mit Ayrton war eine großartige Love Story. Für mich war es etwas ganz Besonderes, aber nun bin ich verheiratet und habe ein Kind. Das bedeutet, ich kann nicht behaupten, dass er die Liebe meines Lebens war."

Sein Traum: Karriereende bei Ferrari

Betrogen habe Galisteu ihren Ex-Freund indes nie: "Das ist nie passiert, nein. Ich war zu 100 Prozent ehrlich gegenüber Ayrton. Ich erinnere mich noch an seine Haut und seinen Geruch. Ich habe ihm stets die Wahrheit gesagt. Ich war ein junges Mädchen und schon kurz, nachdem ich ihn kennengelernt hatte, habe ich ihn mit zu mir nach Hause genommen und meiner Mutter sowie meinem Bruder vorgestellt."

Senna sei mehr als nur ein Champion gewesen: "Er hatte ein großes Herz, eine simple Lebensweise und einfache Träume: Der erste war, seine Karriere bei Ferrari zu beenden. Der zweite war, das Disneyland kennenzulernen, und der dritte Traum war, Vater zu werden." Zuhause sei der dreimalige Weltmeister wie ein Kind gewesen, voller Freude. "Er wurde auf der ganzen Welt mehr geliebt, als er es jemals gedacht hätte. Die Erinnerung an ihn wird niemals verblassen."

Fotoquelle: GPP/xpb.cc

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