Inwiefern wird Honda von den aktuellen Mercedes-Daten bei McLaren profitieren?

Formel 1 2014

— 05.05.2014

Wegen McLaren: Honda profitiert wohl von Mercedes-Erfahrung

Auch wenn McLaren es verneint, ist sich Mercedes-Sportchef Toto Wolff sicher, dass Honda vor seinem Formel-1-Comeback etliche Motorendaten aus Woking erhält



Selten standen die Motorenhersteller in der Formel 1 so sehr im Fokus wie in diesem Jahr. Auch nach vier Rennen sind längst nicht alle Schwierigkeiten mit den neuen V6-Turbo-Aggregaten beseitigt. Mit Mercedes hat aber vor allem einer der drei Hersteller hervorragende Arbeit geleistet. Ausgerechnet von diesem könnte ein vierter im Bunde profitieren, der erst zur kommenden Saison an Bord geht und sein Comeback auf der großen Bühne feiert: Honda.

2015 wird der japanische Automobilkonzern zunächst wohl als exklusiver Motorenpartner von McLaren in die Formel 1 zurückkehren. Interessant wird dabei vor allem werden, ob Honda mit ähnlichen Startschwierigkeiten zu kämpfen hat wie die Konkurrenz in diesem Jahr. Zumindest kann man auf ein Jahr Erfahrung zurückgreifen - zumal McLaren in diesem Jahr noch Kunde von Klassenprimus Mercedes ist und möglicherweise gewisse Daten für die Entwicklung nach Japan übermitteln könnte.

"Ich bin überzeugt, dass McLaren lernt und sich im Rahmen dessen, was möglich ist, mit Honda austauscht", so Mercedes-Sportchef Toto Wolff gegenüber 'auto motor und sport'. Zwar beteuert McLaren-Renndirektor Eric Boullier, dass "gar nichts" mit Honda ausgetauscht werde, ein leichtes Schmunzeln kann sich der Franzose aber nicht verkneifen.

Wolff sieht die Situation jedoch realistisch und weiß, dass Honda - in welchem Ausmaß es auch sein mag - vom starken Benz-Aggregat profitieren wird: "Sie sehen natürlich alle eigenen Daten. Sie sehen, wie sich das Drehmoment entwickelt, welche Topspeeds erreicht werden, oder wie sich die Fahrbarkeit des Motors entfaltet. Wann funktioniert welches System wie? Was ist notwendig in Sachen Kühlung, Hydraulik und Elektronik? All diese Dinge werden natürlich weitergeleitet. Das hilft ordentlich."

Dennoch hofft der Österreicher, dass sich McLaren als langjähriger Kunde an die Abmachungen hält: "Wir haben ein ganz klares Verständnis darüber, was weitergegeben werden darf, und was nicht. Ich bin aber überzeugt, dass sie die Partnerschaft und die Vertraulichkeit honorieren, die sie als Kunde heute genießen." Trotz alledem habe Honda einen klaren Nachteil, weil man in Sachen Erfahrung mit einem Jahr Rückstand in die Königsklasse kommt. "Insgesamt hält sich das die Waage", so Wolff.

Ohnehin kann sich der Mercedes-Sportchef vorstellen, dass der große Vorsprung, den die "Silberpfeile" in dieser Saison genießen, im nächsten Jahr weitestgehend egalisiert sein könnte: "Die Konzepte sind sehr unterschiedlich. Aber die anderen werden sicher noch einiges aufholen, weil sie natürlich viel von uns sehen. Sie haben Daten darüber, wie sich unser Motor fährt und wie er sich wo fährt. Im kommenden Jahr wird das Feld dann automatisch näher zusammenrücken."

Fotoquelle: Honda

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