Lange scheint es Brawn nicht ohne die Formel 1 ausgehalten zu haben

Formel 1 2014

— 06.05.2014

Gerüchte: Brawn gestern bei Ferrari in Maranello?

Laut gut informierter Quellen hat sich Ross Brawn am Montag in Maranello mit Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci getroffen - Will er offene Rechnungen begleichen?



Nun also doch: Ex-Mercedes-Teamchef Ross Brawn wurde gestern in Maranello gesichtet und scheint seine Freizeit nach dem Silberpfeil-Aus nicht ausschließlich mit Fischen zu verbringen. Die pikante Information stammt vom italienischen Journalisten Leo Turrini, der als einer der größten Ferrari-Kenner gilt. Dabei hatte Brawn noch Anfang des Jahres gegenüber dem 'Telegraph' gesagt, dass es "kein Witz" sei, dass er zurücktrete. "Februar, März, April sind in der Regel keine guten Monate für mich, um angeln zu gehen. Jetzt, da ich aufgehört habe, ist es aber anders."

Im Mai scheint ihn aber offensichtlich doch wieder sein Formel-1-Interesse gepackt zu haben. Er soll sich in Maranello und Fiorano mit Stefano Domenicalis Nachfolger als Ferrari-Teamchef, Marco Mattiacci, unterhalten haben. Möglicherweise will der 59-Jährige bei der Scuderia einen der letzten offenen Punkte in seiner Karriere ausmerzen: Brawn fungierte von 1997 bis 2006 bei Ferrari als Technikchef, wurde nach dem Abgang von Jean Todt allerdings nicht zum Teamchef befördert.

Damals setzte man in Maranello auf die italienische Seilschaft rund um Domenicali - Brawn verließ daraufhin Italien und dockte Ende 2007 bei Honda als Teamchef an. Aus diesem Team ging später sein Brawn-Rennstall heraus, mit dem er 2009 Weltmeister wurde - 2010 wurde die Truppe von Mercedes übernommen. Dieses Jahr ernten die Silberpfeile die Früchte von Brawns jahrelanger Aufbauarbeit in Brackley.

Für den neuen Ferrari-Teamchef Mattiacci würde eine Zusammenarbeit mit Brawn durchaus Sinn ergeben: Der Italiener stammt aus der Seriensparte von Ferrari, wo er in China und in den USA Erfolge vorzuweisen hat. Ihm fehlt jedoch Formel-1-Know-how. Ein Partner wie Brawn würde Mattiacci daher enorm entlasten, zumal der Druck in Maranello wegen der mangelnden Erfolge der vergangenen Jahre riesig ist.

Brawn kennt das italienische Traditionsteam aus der Vergangenheit und hat bereits mehrmals bewiesen, dass er einen Rennstall zum WM-Titel führen kann. Zudem hätte der Brite mit Ferrari noch eine Rechnung offen...

Fotoquelle: xpbimages.com

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