Niki Lauda schätzt Sebastian Vettels trotzige Rennfahrermentalität

Formel 1 2014

— 08.05.2014

Lauda lobt Vettels Trotzhaltung gegenüber Red Bull

Niki Lauda kann nachvollziehen, dass Sebastian Vettel seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo ungern vorbeilässt - Auf lange Sicht sehen er und Marc Surer ihn aber vorn



Dass Sebastian Vettel seinen neuen Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo in Bahrain und China auf Anweisung des Teams ziehen lassen musste, schmeckt dem Deutschen gar nicht. Als er via Funk gebeten wurde, den Australier vorbeizulassen, entgegnete Vettel frustriert "Pech gehabt!", bevor er Ricciardo schließlich passieren ließ. Niki Lauda kann die Reaktion des amtierenden Champions nachvollziehen und findet sie fair: "Ja, absolut. Das ist eine richtige Rennfahrereinstellung", wird er vom 'Daily Mirror' zitiert.

"Als ehemaliger Fahrer kann ich sagen, dass solche Funksprüche von der Boxenmauer die Piloten nur nerven. Es hilft ihnen in keiner Weise", erklärt der Österreicher. Vettel müsse sich nun an den RB10 gewöhnen, um derartige Situationen künftig zu vermeiden. Dazu erhält der 26-Jährige an diesem Wochenende ein neues Chassis. "Ich war auch mal in so einer Situation; Vettel muss seinen Fahrstil jetzt so anpassen, dass er das Auto genauso schnell fahren kann wie Ricciardo", meint der 65-Jährige.

Sollte Vettel das schaffen, sieht Lauda ihn klar vor dem Teamkollegen: "Vettel wird das schnell verstehen. Er kann seinen Fahrstil ändern, weil er ein Riesentalent ist. Dann wird er auch wieder dahin kommen, wo er war." In diesem Punkt erhält Lauda Unterstützung von Marc Surer: "Wenn Vettel sein Auto so hinbekommt, wie er es haben möchte, dann ist er vor Ricciardo, da brauchen wir nicht zu diskutieren", erklärt der Schweizer gegenüber 'Sky.de'.

"Vettel bekommt ein neues Chassis, wahrscheinlich mehr aus psychologischen Gründen", erklärt er die Versuche seitens Red Bull, die Stimmung zwischen den eigenen Fahrern im grünen Bereich zu halten. "Es kann durchaus sein, dass sein Chassis sich ein wenig seltsam 'benommen' hat, aber noch wichtiger ist der Hinweis des Teams: Pass auf, wir tun alles für dich." Konfliktpotenzial sehe Surer zwischen Vettel und Ricciardo "noch nicht".

Warum der Red-Bull-Neuling besser mit dem neuen Auto zurechtkommt, glaubt Lauda zu wissen. So habe sich Vettel extrem auf die speziellen Fahreigenschaften der alten Red-Bull¬-Boliden eingeschossen. "Er war jahrelang daran gewöhnt und hat dadurch Herausragendes aus seinem alten Auto herausgeholt. Er hängt noch im alten System fest." Ricciardo hingegen sei in ein brandneues Team gekommen und fange einfach bei null an. Trotzdem sei der Sonnyboy ein "hervorragender Pilot", betont Lauda.

Fotoquelle: xpbimages.com

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