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Formel 1 2014

— 10.05.2014

Fahrstil-Analyse: Sanfter Ricciardo begeistert Experten

Der junge Australier scheint Vettels alte Stärke, die Reifen zu schonen, für sich entdeckt zu haben - Der Deutsche hingegen hat mit der Bremse seine Mühe



Die Formel-1-Welt reibt sich verwundert die Augen: Im scheinbar maßgeschneiderten Red Bull schien Sebastian Vettel zum Ende der Saison 2013 unantastbar, jetzt bietet ihm Youngster Daniel Ricciardo mächtig Paroli. Liegt das Geheimnis des Australiers in seinem Fahrstil? Die Ex-Formel-1-Piloten und heutigen TV-Experten Alexander Wurz und Marc Surer haben erkannt, dass Ricciardo bestimmte Dinge richtig macht und Vettel mit dem aktuellen Boliden seine gewohnten Stärken nicht ausspielt.

In Barcelona achten Kenner allen voran auf den letzten Sektor, wenn es um die Künste der Piloten geht: "Man sieht sehr viel vom Fahrstil und auch vom Fahrzeug und der Abstimmung", schildert Wurz gegenüber 'Sky'. Der Williams-Mentor warf gemeinsam mit Entwicklungsfahrerin Susie Wolff einen Blick auf die Autos und lobt Ricciardo: "Daniel war am Freitag brutal gut drauf und hat das Auto schön und ganz sanft getragen. Aber er fährt natürlich aggressiv und am absoluten Limit."

Für den Österreicher hat der 24-Jährige mit seiner Herangehensweise den richtigen Mix gefunden: "Perfekt, so muss dieser Pirelli-Reifen gefahren werden", erklärt Wurz. In Spanien könnte der Ricciardo-Stil doppelt wertvoll sein, schließlich bauen die Hinterreifen auf der Strecke schneller ab als auf anderen Kursen. Surer hat beim Bremsen außerdem Unterschiede zu Vettel erkannt: "Offensichtlich passt der Fahrstil von Ricciardo besser zum diesjährigen Auto", so der 'Sky'-Experte.

Vettel wolle normalerweise in die Kurve hineindriften und so das Auto mit Druck um die Ecke manövrieren, analysiert der Schweizer. "Er sagt aber, er hätte kein Vertrauen in die Bremse, müsste früher bremsen und hätte dann keinen Druck mehr auf der Vorderachse, wenn er in die Kurve einlenkt." Mit den alten Autos war Vettel noch bis zur Mitte der Kurve auf der Bremse geblieben. Hinzu kommt für den gebeutelten Weltmeister an diesem Wochenende, dass er am Freitag wegen eines Elektronikdefekts samt Kurzschluss praktisch nicht zum Fahren kam.

Wurz hält das für einen eklatanten Nachteil: "Extrem schwierig", meint er. "Wir hatten keine Wintertests hier und ganz neue Autos. Das wettzumachen ist auch für Vettel extrem schwierig." Favorit bleibt für den 40-Jährigen ohnehin Lewis Hamilton im Mercedes. "Er sitzt im schnellsten Auto, ist wirklich gut drauf. Reifen, Auto und er sind in kompletter Harmonie." Allerdings hat Wurz nach dem Freien Training auch den zweiten Silberpfeil nicht abgeschrieben: "Rosberg war mit der Brechstange unterwegs, aber man darf ihn nie unterschätzen, er kommt immer zurück."

Fotoquelle: xpbimages.com

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