Großer Preis von Spanien: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 10.05.2014

Mercedes-Dominanz geht weiter: Hamilton knackt Rosberg

Keine Chance für Nico Rosberg: Lewis Hamilton setzt seinen Erfolgsrun auch in Barcelona fort - Sebastian Vettel der große Verlierer des Qualifyings



Zwischenzeitlich sah es schon so aus, als hätte Nico Rosberg heute eine realistische Chance, sich im direkten Duell mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton die Pole-Position für den Grand Prix von Spanien zu sichern, am Ende stand dann aber doch wieder der Seriensieger aus Großbritannien ganz vorne. 0,168 Sekunden trennten die beiden Silberpfeile im alles entscheidenden dritten Qualifying in Barcelona, in dem gegen die erdrückende Mercedes-Dominanz kein Kraut gewachsen war.

Dabei war Rosberg in Q1 und Q2 jeweils Schnellster gewesen, einmal 0,474, einmal 0,122 Sekunden vor seinem im Vorfeld höher eingeschätzten Teamkollegen. Und spätestens als Hamilton besorgt funkte, seine Crew habe sich zwischen Training und Qualifying wohl mit dem Setup verirrt, witterten die Rosberg-Fans eine mögliche Überraschung. In Q3 packte Hamilton dann aber eine seiner berühmten Samstags-Performances aus und war in beiden gezeiteten Runden schneller.

Vorsprung auf den Rest der Welt wieder eine Sekunde

"Eine Demonstration von Hamilton und Mercedes. Dass die vorne sind, haben wir erwartet, aber es war wieder mal sowas von deutlich", analysiert Experte Marc Surer den Vorsprung von über einer Sekunde auf den drittplatzierten Daniel Ricciardo (Red Bull). Dabei hätte es für Hamilton unter unglücklicheren Umständen schon in Q1 vorbei sein können, als er seinen F1 W05 Hybrid in einem unachtsamen Moment beinahe in die Mauer gesetzt hätte.

Am Ende reichte es aber für den gerade in Barcelona so wichtigen ersten Startplatz: "Es war ein harter Tag, Nico ist unglaublich gut gefahren. Ich war mir nicht sicher, ob ich es schaffe, aber am Ende habe ich absolut alles und mehr aus dem Auto rausgeholt", freut sich der dreimalige Saisonsieger. Rosberg wiederum ist "sehr enttäuscht". Denn: "Ich habe keine Freude daran, hinter Lewis Zweiter zu werden."

"Die Runde war nicht schlecht, ich muss halt einen noch besseren Job machen. Ich habe ehrlich gedacht, dass ich ihn knacken kann, aber so ist es halt", seufzt der Deutsche. Mercedes-Boss Niki Lauda kann mit dem Ergebnis aber gut leben: "Es sah eigentlich lange Zeit sehr gut für Nico aus, aber in seiner allerletzten Runde hat Lewis seine absolute Bestzeit markiert. Er ist wirklich auf einem Höhenflug. Nico muss akzeptieren, dass es so laufen kann."

Pech für Vettel: Getriebe k.o.

Worte, die man heute auch Sebastian Vettel mit auf den Weg geben könnte, denn der Weltmeister musste seinen Red Bull gleich zu Beginn des Qualifying-Finales abstellen. "Ich habe keinen Vortrieb, tut mir leid, kein Vortrieb", funkte er - und kam beinahe Hamilton in die Quere, der gerade seine erste schnelle Runde begann (und wegen der anschließenden roten Flaggen abbrechen musste). Vettel, fair: "Tut mir leid für Lewis."

"Ich dachte erst, ich hätte nur den zweiten Gang verloren und könnte die Runde auch ohne den zweiten Gang zu Ende fahren. Nach der ersten Kurve merkte ich dann aber, dass ich gar keine Gänge mehr hatte. Ich kam nicht mehr vorwärts", bedauert Vettel. "Jetzt hoffe ich nur, dass das Getriebe in Ordnung ist." Denn sollte das über Nacht gewechselt werden müssen, blüht ihm in der Startaufstellung eine Rückversetzung um weitere fünf Positionen.

Ricciardo trotz Platz drei nicht zufrieden

Teamkollege Ricciardo stellte somit im teaminternen Qualifying-Stallduell auf 4:1, diesmal kampflos. "Wir sind Best of the Rest, aber das ist nicht gut genug", so der Australier. "Uns fehlt eine Sekunde, obwohl meine Runde nicht schlecht war. Ich hätte mir einen kleineren Rückstand erhofft. Wir haben Fortschritte gemacht, aber Mercedes anscheinend auch. Positiv ist, dass wir zum vierten Platz relativ viel Puffer haben." Nämlich 0,347 Sekunden auf Überraschungsmann Valtteri Bottas (Williams).

Ferrari musste sich mit den Startpositionen sechs (Kimi Räikkönen/+1,872) und sieben (Fernando Alonso/+1,908) zufrieden geben, obwohl Alonso nach dem ersten Q3-Run mit einem gebrauchten Reifensatz noch auf dem anvisierten vierten Platz gelegen war. In der Entscheidung rutschten die beiden sogar noch hinter Romain Grosjean (Lotus/+1,728) zurück, der zuvor das ganze Wochenende über Setup- und Bremsprobleme geklagt hatte.

Jenson Button (McLaren/+2,103), Felipe Massa (Williams/+2,170) und Vettel komplettierten die Top 10. Elfter wurde Nico Hülkenberg (Force India), dem in Q2 nur 83 Tausendstelsekunden auf Alonsos zehnten Platz fehlten. Nach Ausreden sucht der Deutsche nicht: "Wir waren schlicht und ergreifend nicht schnell genug. Die Runde war dafür, dass das Auto ziemlich schwierig zu fahren ist, ziemlich gut - oder sogar fast perfekt", sagt er.

Frühes Aus für Sutil und Maldonado

Drei Zehntelsekunden hinter ihm landete Teamkollege Sergio Perez, noch vor Daniil Kwjat (Toro Rosso), Esteban Gutierrez (Sauber) und Kevin Magnussen (McLaren), der am Ende des zweiten Qualifyings wegen technischer Probleme keine Runde mehr drehen konnte. Jean-Eric Vergne (Toro Rosso), für die Startaufstellung ohnehin mit einer Plus-Zehn-Strafe belegt, schenkte sich im zweiten Abschnitt den Versuch, eine Zeit zu setzen.

Adrian Sutil (Sauber) war da schon gar nicht mehr dabei. Nachdem Pastor Maldonado (Lotus) mit seinem Abflug in Q1 den fünften von sechs "Fixplätzen" außerhalb der Top 16 für sich reserviert hatte, verlor Sutil sein Fernduell mit Grosjean um 91 Tausendstelsekunden. Schon heute Morgen war ihm das Fahrverhalten seines Autos zuwider gewesen - und das wurde im Qualifying nicht besser: "Mit dem Auto stimmt etwas nicht. Es rutscht überall."

Für das Rennen wird nun ein weiteres Duell zwischen Hamilton und Rosberg erwartet, wobei gerade in Barcelona viel auf den Start ankommen wird: "Wenn Rosberg in Führung geht, wird es für Hamilton schwierig", prophezeit Experte Surer, und Rosberg selbst ist guter Dinge: "Für morgen ist noch alles drin. Es braucht nur einen guten Start, schon liege ich vorne." Und haltbare Reifen, denn auch die könnten im Rennen ein entscheidender Faktor werden...

Fotoquelle: xpbimages.com

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