Red-Bull-Stardesigner Adrian Newey wird offenbar von Ferrari umworben

Formel 1 2014

— 11.05.2014

Newey & Ferrari: Kein klares Dementi

Adrian Newey und Christian Horner bemühen sich, die Ferrari-Gerüchte zu entschärfen, ihre äußerst vagen Formulierungen lassen aber Raum für Spekulationen



Diese Woche kamen erneut Gerüchte auf, wonach Ferrari gerne Red-Bull-Stardesigner Adrian Newey abwerben möchte, um einen Weg aus der aktuellen sportlichen Krise zu finden. Doch auch wenn das im Moment noch weit hergeholt scheint, gibt es von Red Bull zumindest kein klares Dementi dazu. Das Team bemüht sich lediglich, die Gerüchte mit möglichst vagen Formulierungen zu entschärfen.

Das klingt dann so: "Es gibt immer Gerüchte", sagt Teamchef Christian Horner. "Praktisch jedes Jahr geht Adrian zu Ferrari - und nicht nur Adrian, sondern viele unserer Mitarbeiter werden umworben. Aber er genießt das Umfeld, das er bei Red Bull hat, und er hat immer gesagt, dass er seine Karriere bei diesem Team beenden möchte. Schauen wir, was die Zukunft bringt, aber das Team hat eine hervorragende Beziehung zu Adrian. Hoffentlich bleibt das noch viele Jahre so."

Von 'Sky Sports F1' gefragt, ob Red Bull gleichziehen würde, sollte Ferrari Newey ein finanziell lukratives Angebot unterbreiten, antwortet der Brite: "Das ist so, als würde man eine Dame fragen, wie alt sie ist! So eine Frage stellt man nicht." Medienberichten zufolge soll Newey schon jetzt rund zehn Millionen Euro pro Jahr kassieren - und damit mehr als die meisten Fahrer, mit Ausnahme von Superstars wie Sebastian Vettel oder Fernando Alonso.

Trotzdem tut sich auch Newey selbst schwer damit, das Ferrari-Gespenst ein für alle Mal aus der Gerüchteküche zu vertreiben: "Das sind wie immer Gerüchte, nicht wahr? Was soll ich sagen? Es ist 'Silly Season'. Ich weiß nicht. Ich muss darüber nachdenken." Allerdings gelte seine volle Aufmerksamkeit momentan der sportlichen Situation bei Red Bull: "Wir befinden uns mitten in der Saison, und momentan beschäftige ich mich nur damit."

Immerhin gibt Newey zu, dass er italienisches Essen mag, und "ich bin schon ein paar Sportwagen-Rennen in Italien gefahren. Ich mag das Land." Dabei war Italien bei früheren Ferrari-Angeboten immer ein Dealbreaker - was jedoch an seiner Ehefrau Marigold lag, von der er inzwischen getrennt lebt. "Wir alle haben Verträge und müssen uns irgendwann Gedanken über die Zukunft machen, aber im Moment konzentriere ich mich darauf, an diesen silbernen Autos vorbeizukommen", sagt Newey.

Horner versteht, dass Ferrari seinen wichtigsten Mann lockt: "Natürlich, der Mythos Ferrari ist immer da", weiß er, "aber dazu gehören auch die Politik und der Druck und alles, was damit in Zusammenhang steht. Außerdem müsste er nach Italien ziehen. Es ist das Gleiche mit Sebastian, es ist das Gleiche mit anderen Ingenieuren - sogar ich selbst wurde vor ein paar Jahren schon gerüchteweise zu Ferrari geschrieben. Bis heute ist aber noch niemand gegangen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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