Dietrich Mateschitz kritisiert die aktuelle Entwicklung der Formel 1 massiv

Formel 1 2014

— 12.05.2014

"Traurige Zeiten" - Mateschitz übt harte Kritik an der Formel 1

Dietrich Mateschitz ist mit dem Weg, den die Formel 1 eingeschlagen hat, überhaupt nicht zufrieden und übt harte Kritik an der Königsklasse und dem Weltverband FIA



Es ist wieder einmal so weit: Die Kritik an der "neuen" Formel 1 geht in die nächste Runde. Dieses Mal holt Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz zum Schlag gegen die Königsklasse aus, die durch diverse Regeländerungen in diesem Jahr deutlich eingebremst wurde. Der Österreicher teilt den Unmut vieler Fans und fürchtet, dass die Formel 1 vor einer schwierigen Zeit stehen könnte.

"Was mir gefällt ist der Umstand, dass es zumindest noch ums Autofahren geht", so Mateschitz gegenüber den 'Salzburger Nachrichten'. Damit scheinen für den 69-Jährigen aber auch schon alle positiven Aspekte genannt zu sein: "Was mir nicht so gefällt, und ich versuche dafür aber Verständnis aufzubringen: Wir haben eine Unmenge an Reglements, Einschränkungen, Bestimmungen, Bestrafungen, kurz eine Überreglementierung."

"Es ging früher immer darum, dass der Schnellste gewinnt und dass man so schnell wie möglich fährt. Das tun wir nun nicht mehr aufgrund des Reglements, das vielleicht Berechtigung in den Forschungsabteilungen der Industrie hat, aber nicht im Motorsport. Gelinde gesagt habe ich Verständnis für den Unmut der Fans. Wir sollten wieder Rennen fahren und nicht nur Benzin sparen müssen. Derzeit können die Fahrer nicht mehr ans Limit gehen."

Auf baldige Regeländerungen, will der Österreicher allerdings nicht drängen: "Nein, weil das hoffnungslos wäre. Das Reglement macht die FIA als durchführende Behörde, aber sie soll das im Sinne des Sports mit Berücksichtigung der Sicherheit machen." Zu einem zusätzlichen Problem könnte seiner Meinung nach ein Abgang von Vermarkter Bernie Ecclestone, der sich aktuell vor Gericht verantworten muss, werden.

"Dann wird es sehr schwierig werden, jemanden zu finden, der die Formel 1 sowohl sportlich als auch finanziell weiterführen kann", sagt der 69-Jährige und ergänzt: "Ich kenne dafür im Moment niemanden. Wenn das aktuelle Concorde-Agreement ausläuft, wird sich die Frage stellen, wer dann noch weiter dabei sein wird." Die Möglichkeit, selbst Anteile der Formel-1-Holding zu erwerben, schließt er aus: "Nein, das ist eine Frage der Kapazitäten, und wir haben dafür auch keine Kompetenz."

Fast noch mehr als über die neuen Regeln ärgert sich Mateschitz über die Disqualifikation von Daniel Ricciardo beim Saisonauftakt im Melbourne: "Daniel wurden die 18 Punkte nicht gestrichen, weil der Durchflusssensor nicht richtig angezeigt hat, sondern weil wir eine Anordnung nicht befolgt haben. Wenn in diesem Fall eine Bestrafung zu Recht erfolgt, dann sollte sie das Team treffen und nicht den Fahrer. Das war keine sportliche Entscheidung. Das sind traurige Zeiten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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