Testfahrten in Barcelona: Dienstag

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Formel 1 2014

— 14.05.2014

Vormittag in Barcelona: Mercedes-Auspuff spaltet die Formel 1

Die Premiere des neuen Mercedes-Auspuffs sorgt beim Barcelona-Test für Diskussionen - Halbzeit-Bestzeit für Pastor Maldonado, Sebastian Vettel im Pech



Herrlicher Sonnenschein und strahlend blauer Himmel in Montmelo, wo heute der zweite und letzte Testtag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya stattfindet - doch dafür hat das Formel-1-Fahrerlager derzeit keinen Blick übrig: Im Zentrum des Interesses steht die Premiere des Mercedes-Auspuffs, der erstmals zu Testzwecken eingesetzt wird und der Formel 1 wieder eine lautere Geräuschkulisse bescheren soll. Viele trauten ihren Augen nicht, als Nico Rosberg heute Morgen mit der neuen Konstruktion durch die Boxengasse fuhr: Die Auspufflösung ist in der Form eines Trichters designt und erinnert an eine Trompete oder eine Vuvuzela, wie sie in Südafrika bei Fußballspielen von den Fans gerne verwendet werden, um Lärm zu erzeugen.

Während die Optik des Mercedes-Auspuffs gewöhnungsbedürftig ist und bereits für einige kritische Stimmen sorgte, zeigten sich die Beobachter in Spanien auch vom lauteren Sound nicht vollends überzeugt: Der Unterschied zum normalen Auspuff dürfte sich in Sachen Lautstärke in Grenzen zu halten. An den Klang der V8-Triebwerke des Vorjahres kommt die Probelösung offenbar nicht annähernd heran.

Obwohl Mercedes als einziges Team einen "lauteren" Auspuff testet, nahm man auch bei Lotus einen angestiegenen Lärmpegel wahr. Das Team ließ mit seiner Erklärung aber nicht lange auf sich warten: Pastor Maldonado testete heute Vormittag neue Motoreneinstellungen, die für die ungewohnte Geräuschkulisse sorgten.

Maldonado holt Vormittags-Bestzeit

Dafür war der Venezolaner schnell: Maldonado fuhr mit 1:26.311 Minuten bis zur Mittagspause die bisherige Tagesbestzeit. Zum Vergleich: Am Dienstag war Max Chilton im Marussia auf der Supersoft-Mischung bei seiner Showzeit um rund eine Zehntelsekunde langsamer. Auf Platz zwei reihte sich heute Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen ein, der auch den zweiten Testtag für die Scuderia bestreitet. Er war um 0,899 Sekunden langsamer als sein Lotus-Nachfolger.

Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Rosberg (+1,100), Esteban Gutierrez im Sauber (+2,533) und Daniil Kwjat im Toro Rosso (+2,706). Der Russe verzeichnete einige technische Probleme und kam daher nicht über 18 Runden hinaus.

Kaum Kilometer für Vettel, turbulenter Auftakt für Susie Wolff

Einen ähnlich problematischen Testvormittag hatte Weltmeister Sebastian Vettel: Er fuhr erst eine Stunde vor Ende der Vormittags-Session erstmals auf die Strecke und kam nicht über 14 Runden hinaus. Getriebeprobleme verhagelten dem 26-Jährigen, der sich mit 2,716 Sekunden Rückstand auf Rang sechs einreihte, das Programm.

Zwischenfälle gab es auch bei Williams-Testpilotin Susie Wolff, die heute nach dem Antreten beim Young-Driver-Test ihren ersten echten Formel-1-Test bestreitet. Bereits bei ihrer ersten Ausfahrt stoppte ihr Williams-Bolide in der Boxengasse, später rutschte die Schottin ausgangs Kurve zehn ins Kiesbett, weil sie zu früh aufs Gas stieg.

Wolff ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen und führte ihre Aerodynamik- und Mechanik-Tests rund eine Stunde vor Testende fort: Sie kam auf insgesamt 27 Runden und eine persönliche Bestzeit von 1:29.541 Minuten. Damit fehlten ihr 3,230 Sekunden auf Leader Maldonado, was sie hinter Jules Bianchi im Marussia (+3,093) auf Platz acht brachte.

McLaren-Junior Vandoorne am fleißigsten

Einen Rang hinter ihr: McLaren-Juniorpilot Stoffel Vandoorne, dem es ebenfalls an Formel-1-Erfahrung mangelt. Der von Jenson Button gemanagte 22-jährige Belgier war dafür der fleißigste Pilot des Vormittags - er kam auf beeindruckende 72 Runden und eine Bestmarke von 1:30.168 Minuten. Schlusslicht war Daniel Juncadella im Force-India-Boliden, der nur 20 Runden fuhr und mit einer Zeit von 1:31,737 Minuten schon etwas Respektabstand hatte.

Ein Team fehlt heute: Caterham packte nach Kamui Kobayashis heftigem Testcrash am Dienstag vorzeitig zusammen, weil das Chassis dabei beschädigt wurde. Der Leidtragende ist der niederländische Caterham-Testpilot Robin Frijns, der eigentlich heute zu Testehren gekommen wäre.

Fotoquelle: xpbimages.com

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