Kann Renault in Monaco den Rückstand auf Mercedes verkürzen?

Formel 1 2014

— 20.05.2014

Gelingt Renault in Monaco der Befreiungsschlag?

Da Spitzenleistung in Monaco nicht entscheidend ist, könnte der Rückstand von Renault auf Mercedes geringer als bisher ausfallen



Bisher ist das Kräfteverhältnis der Motorenhersteller der Formel 1 in der Saison 2014 zementiert. Mercedes ist klar die Nummer eins, Renault und Ferrari sind bemüht den Rückstand auf die Antriebe mit dem Stern aufzuholen - bisher vergeblich. Doch nun folgt mit dem Großen Preis von Monaco ein Rennen, bei dem der Unterschied zwischen den verschiedenen Herstellern weniger groß ausfallen könnte.

"Monaco ist eine der wenigen Strecken im Kalender, auf der Spitzenleistung nicht entscheidend ist", erklärt Renault-Einsatzleiter Remi Taffin. "Weniger als 30 Sekunden oder ein Viertel der Runde wird Vollgas gegeben, weshalb das Gesamtpaket mehr auf Fahrbarkeit als auf reine Performance abgestimmt wird." Allerdings war eben jene Fahrbarkeit bisher auch nicht die Stärke der Renault-Antriebe. Doch genau an dieser Schwachstelle, die unter anderem Weltmeister Sebastian Vettel zu Saisonbeginn beanstandet hatte, haben die Franzosen nach eigener Aussage gearbeitet.

"Bei diesem Rennen liegt unser Schwerpunkt auf dem Ansprechverhalten der Antriebseinheit", erklärt Taffin. "Dazu erforschen wir die unteren Grenzen der Antriebseinheit und die Handhabung des niedrigen Drehmoments am Kurvenein- und -ausgang, damit die Fahrer die richtigen Rückmeldungen bekommen." Sollte dies erfolgreich sein, könnte zumindest Red Bull mit ihrem guten Chassis den bisher dominierenden Mercedes besser Paroli bieten, als noch zuletzt.

Sehr unterschiedlich stellt sich der Einsatz der beiden Hybridsysteme in Monaco dar. "Die Energierückgewinnung ist aufgrund der vielen Bremspunkte einfach, erklärt Taffin. "Die 19 Kurven werden alle mit 100 km/h oder weniger gefahren, daher wird die MGU-K (Motorgeneratoreinheit für die kinetische Energie; Anm. d. Red.) mehr als ausreichend Gelegenheit zum Aufladen haben."

Anders sieht es mit der Motorgeneratoreinheit für die thermische Energie am Turbolader aus, die in Monaco nach Einschätzung von Taffin kaum eine Rolle spielen wird. "Da nur 30 Sekunden pro Runde Vollgas gegeben wird, kann die MGU-H vielleicht nicht zur Rückgewinnung der Energie genutzt werden, da ihr Anteil nur gering ist."

Renault war als Motorenhersteller insgesamt sechs Mal in Monaco siegreich, allerdings nie mit einem Turbomotor. Aus der ersten Turbo-Ära der Formel 1 stehen im Fürstentum drei dritte Plätze durch Alain Prost (1983), Elio de Angelis (1985) und Ayrton Senna (1986) zu Buche. Allerdings stand in den Jahren 1982, 1983 und 1985 ein Fahrzeug mit einem Renault-Turbo-Antrieb in Monaco auf der Pole-Position.

Fotoquelle: xpbimages.com

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