Fernando Alonso weiß, dass es bei Ferrari momentan überhaupt nicht rund läuft

Formel 1 2014

— 21.05.2014

"Mehr als nur ein Problem" - Alonso über Großbaustelle Ferrari

Fernando Alonso verrät, dass es bei Ferrari momentan in fast allen Bereichen Optimierungsbedarf gibt - Trotzdem hofft er 2014 noch auf Erfolgserlebnisse



Eigentlich wollte Ferrari 2014 endlich wieder einmal den WM-Titel nach Maranello holen. Doch nach den ersten fünf Saisonrennen ist dieses Ziel fast schon nicht mehr zu erreichen, zu groß ist die Dominanz von Klassenprimus Mercedes. Doch selbst dahinter sind die Roten aktuell nicht die zweite Kraft in der Formel 1, in Spanien reichte es zuletzt für Fernando Alonso und Kimi Räikkönen nur für die Plätze sechs und sieben. Der Spanier fordert vor dem Rennen in Monaco zu Geduld auf.

"Ich denke, dass wir momentan mehr als nur ein Problem haben", berichtet der 32-Jährige und ergänzt: "Es gibt eine Menge Dinge, die wir besser machen können, als wir es momentan tun. Das fängt beim Antrieb an und geht über die Aerodynamik und die Art, wie wir ein Wochenende angehen, bis zum Start. Es gibt viele Sachen, die momentan nicht so sind, wie wir sie haben möchten. Wir wollen diese Verbesserungen so schnell wie möglich machen."

Zuletzt hatte der zweifache Weltmeister auch mit der Traktion seines F14 T zu kämpfen. In Monaco erwartet er in dieser Hinsicht aber keine großen Probleme: "Es wäre schön, wenn wir hier in Monaco eine gute Traktion hätten, aber das war auch in den vergangenen Jahren nicht unsere Stärke und wir haben das es Monaco trotzdem hinbekommen mit ein paar Podiumsplätzen und einige guten Ergebnissen."

Mercedes bleibt Favorit

"Ich hoffe daher, dass uns die Traktion hier nicht so fehlen wird, und dass wir ein gutes Level haben werden, um vorne mit dabei zu sein und einige Punkte zu holen." 2011 und 2012 fuhr der Spanier im Fürstentum im Ferrari jeweils aufs Podium, dazu kommen zwei Siege aus den Jahren 2006 und 2007 mit Renault beziehungsweise McLaren.

Doch Alonso weiß, dass die Erfolge der Vergangenheit 2014 wohl keine große Bedeutung haben werden: "Dieses Wochenende ist für alle ein großes Fragezeichen, die Autos werden sehr schwierig zu fahren sein. Es ist ein sehr spezieller Kurs mit einem einzigartigen Layout und vielen riskanten Passagen. Wir müssen abwarten, welches Team sich am besten daran anpassen kann."

"Red Bull hatte in den vergangenen vier Jahren einen großen Vorteil und jetzt ist es ein ähnliches Szenario mit Mercedes. Aber so ist das eben, sie haben einen besseren Job als die anderen Teams gemacht." Zwar sei Mercedes auch hier der Favorit, allerdings könne auf dieser Strecke auch der Fahrer einen großen Unterschied machen. Alonso erklärt: "Wenn man Vertrauen in das Auto hat, dann kann man noch einmal einen zusätzlichen Gang hochschalten."

Allerdings stellt der Spanier klar: "Auch wenn die Performance des Autos hier nicht so wichtig ist, ist das Auto trotzdem noch der wichtigste Faktor." Mercedes habe bisher den besten Job aller Teams gemacht und das "nicht nur in Sachen Antrieb, sondern auch beim Auto. Es gibt drei oder vier Teams mit Mercedes Antrieb, die die gleiche Voraussetzung haben, und sie sind eine Runde hinterher."

Mattiacci hält sich noch zurück

Für Ferrari und Alonso sei das "eine Motivation, besser zu arbeiten." Beim Rennen in Barcelona war es für den Spanier bereits als Erfolg zu werten, dass er, im Gegensatz zu Teamkollege Räikkönen, nicht überrundet wurde. Ist die Lücke also bereits zu groß? "Es ist noch ein langer Weg bis zum Ende der Weltmeisterschaft. Es gibt noch viele Rennen und wenn wir uns verbessern, dann werden wir noch einige gute Rennen und gute Ergebnisse haben. Wir werden es versuchen", gibt sich der Ex-Weltmeister gewohnt kämpferisch.

"Wir haben das Potenzial, das Auto zu verbessern", stellt Alonso klar. Klar ist allerdings, dass diese Verbesserungen noch Zeit brauchen. Zeit braucht laut dem Spanier auch der neue Teamchef Marco Mattiacci, der im April Stefano Domenicali ersetzte. Doch was hat der Italiener in gut einem Monat bisher verändert?

"Ehrlich gesagt nicht so viel", berichtet Alonso und erklärt: "Ich habe die gleiche Frage bereits in Barcelona beantwortet. Ich denke auch nicht, dass das bald passieren wird. Er muss erst einmal die Situation im Team verstehen und die Umgebung und die Wochenenden in der Formel 1 kennenlernen. Auch in der Fabrik gibt es viele Dinge zu lernen. Man muss Erfahrungen sammeln, bevor man Entscheidungen trifft."

"Wir haben bei einem Grand Prix noch immer die gleichen Meetings zur gleichen Zeit. Es gibt keinen großen Unterschied. Wenn ich nach Maranello komme, um zu arbeiten, mich vorzubereiten und im Simulator zu testen, dann hat sich in diesen Bereichen nichts verändert", berichtet der Spanier und ergänzt: "Wir hatten keine Änderungen im ersten Monat erwartet, denn ihm fehlt noch die Erfahrung." Trotzdem dürfte Mattiacci in den kommenden Monaten lernen, dass Zeit ein Luxus ist, denn man sich bei Ferrari nur selten leisten kann.

Fotoquelle: xpbimages.com

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