Nico Hülkenberg erklärt unserem Redakteur Dominik Sharaf die Unterboden-Probleme

Formel 1 2014

— 22.05.2014

Unterboden-Rätsel bei Hülkenberg gelöst? "Sollte okay sein"

In Barcelona verhagelten Probleme mit dem Unterboden das Rennen von Nico Hülkenberg, doch der Deutsche ist froh, dass man das Rätsel gelöst zu haben scheint



Nach vier Top-6-Positionen zum Auftakt war der Grand Prix in Spanien für Nico Hülkenberg eine Enttäuschung. Der Deutsche kam im Rennen nur auf Position zehn - und somit einen Rang hinter Teamkollege Sergio Perez ins Ziel. Nachdem man lange Zeit gerätselt hatte, woran es lag, dass der Mexikaner viel schneller als der Deutsche fahren konnte, herrschte nach den Testfahrten in der Woche nach dem Rennen Klarheit: Der Unterboden machte den Unterschied.

"Wir haben ein, zwei Sachen am Unterboden gefunden, die nicht ganz so waren, wie sie sein sollen", erklärt Hülkenberg gegenüber 'Motorsport-Total.com'. In den Daten habe man sehen können, dass der Unterboden an Hülkenbergs Auto in Barcelona nicht so viel Abtrieb produziert hat, wie er sollte. Rund eine halbe Sekunde soll der Emmericher alleine auf seinen Teamkollegen verloren haben. Angesichts der Umstände lasse dies das Rennen in Spanien aber positiver erscheinen.

"Ja, absolut. Weil das ist pure Performance, die uns da flöten gegangen ist", stimmt Hülkenberg dem zu. "Es ist schön, das jetzt zu wissen, aber es ist natürlich blöd und dumm, dass wir nicht haben mehr herausholen können, weil dann wäre mit Sicherheit mehr als ein Punkt drin gewesen." Spekuliert wird mit einem erneuten Top-5-Resultat für Force India, das ohne die Probleme am Unterboden in Reichweite gewesen wäre.

Doch hätte, wäre, wenn und aber zählen in der Formel 1 nicht. Das Ergebnis kann man nicht mehr ändern, jetzt gilt es für Hülkenberg nach vorne zu blicken. Und das lässt sich vor Monaco ganz entspannt: "Es ist gut, dass wir es gefunden haben", gibt sich der Deutsche zuversichtlich. "Es war auch gut, dass da der Test war, weil ohne den Test hätten wir es wahrscheinlich bis heute nicht verstanden oder gewusst - oder hätten noch Fragezeichen darüber. Von daher ist es gut zu wissen, was es war."

"Aber ob das wirklich all die Unterschiede erklärt, da kann man sich nicht sicher sein", tritt er doch noch auf die Euphoriebremse. Für Monaco macht sich Hülkenberg aber erst einmal keine Sorgen: "Hier haben wir wieder einen anderen Unterboden, von daher sollte das okay sein." Und selbst wenn nicht, dann werde man das Problem nun gezielter angehen können: "Wir sind jetzt natürlich sensibilisiert dafür und werden ein Auge drauf haben."

Fotoquelle: Lukas Gorys

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