Eric Boullier ist wenig überrascht, dass die neuen Autos langsamer sind als noch 2013

Formel 1 2014

— 23.05.2014

Boullier: Neue Autos waren immer so langsam

Eric Boullier und Toto Wolff erklären, warum die Formel-1-Autos der Saison 2014 langsamer sind als noch im Vorjahr - Werden in Monza bis zu 380 km/h erreicht?



Die Formel 1 ist durch die grundlegenden Regeländerungen vor der Saison 2014 langsamer geworden, das haben die bisherigen fünf Rennen gezeigt. Und auch in Monaco ist nach den ersten Trainingssessions deutlich geworden, dass ein bisschen Zeit fehlt: Im ersten Freien Training lag die Bestzeit von Lewis Hamilton noch gut zwei Sekunden hinter der seines Teamkollegen Nico Rosberg aus dem Vorjahr. Im zweiten Freien Training (bei nicht optimalen Bedingungen) betrug die Differenz zwischen den jeweiligen Topzeiten sogar bei 3,732 Sekunden.

Noch gravierender waren die Zeitunterschiede auf längeren Kursen - wie etwa vor zwei Wochen in Barcelona. Für McLaren-Renndirektor Eric Boullier ist das keine Überraschung. "Wenn die Autos langsamer sind, gibt es dafür natürlich technische Gründe, und das Technische Reglement hat darauf abgezielt, die Boliden zu drosseln. Die Autos leisten aerodynamisch einfach weniger", erklärt der Franzose im Rahmen des Monaco-Grand-Prix.

"Wir haben das angeblasene Heck verloren, die Reifen sind konservativer als noch im Vorjahr, und es gibt natürlich die neuen Antriebseinheiten, die ganz anders zu managen sind", gibt Boullier zu bedenken. Einen grundlegenden Abwärtstrend in der Formel 1 kann er aber nicht ausmachen, "denn historisch betrachtet wurden die Autos jedes Mal langsamer, wenn es große Regeländerungen gab." Und letzten Endes sei das ja nur so, um die Spannung zu erhöhen.

Die Aufgabe der Ingenieure sei es nun sicherzustellen, dass die Formel 1 ihre vormalige Geschwindigkeit in den nächsten Monaten und Jahren wiederfindet. "Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, aber ich bin sicher, dass wir einiges wieder aufholen werden", so Boullier. Erschreckend war in Barcelona für viele, dass die Pole-Position der GP2 für Startplatz 14 in der Königsklasse gereicht hätte. "Die GP2 sollte vielleicht auch ein wenig die Kosten reduzieren, was die Autos wohl ebenfalls langsamer machen würde", lautet der Vorschlag des McLaren-Neuzugangs.

Auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff sieht die Situation gelassen - der Blick auf den Zeitenmonitor vermittle ein völlig falsches Bild: "Wenn du die Aerodynamik um 25 Prozent zurückfährst, das angeblasene Heck wegnimmst und die Reifen veränderst, kannst du nicht erwarten, dass die Autos schneller werden. Auf der Geraden in Barcelona war das schnellste Auto 347 km/h schnell - verglichen mit 318 im vergangenen Jahr."

"Also weiß ich noch nicht, was wir in Monza sehen werden, vielleicht 380? Der Punkt ist: Wir haben Anpressdruck verloren (wodurch die Autos langsamer in den Kurven sind; Anm. d. Red.), das ist der Hauptgrund, warum die Autos jetzt langsamer sind", erklärt Wolff. Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat dem nicht allzu viel hinzuzufügen: "Ich glaube nicht, dass unser Auto in Monza 380 km/h fahren wird."

Fotoquelle: xpbimages.com

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