James Allison hofft, dass sich Ferrari um weitere neue Mitarbeiter bemüht

Formel 1 2014

— 23.05.2014

Umbruch bei Ferrari: Allison hofft auf Neuzugänge

Technikchef James Allison freut sich über die Rückendeckung, die er durch Ferrari erfährt, und wünscht sich in der Zukunft weitere neue qualifizierte Mitarbeiter



Ferrari befindet sich bereits seit einiger Zeit im Umbruch. Die prominentesten Neuzugänge der vergangenen Monate sind dabei Rückkehrer Kimi Räikkönen, der Felipe Massa im zweiten Cockpit neben Fernando Alonso ersetzte, und der neue Teamchef Marco Mattiacci, der Stefano Domenicali vor rund einem Monat ablöste. Doch auch hinter den Kulissen tut sich einiges bei dem Team aus Maranello.

Im vergangenen Herbst kam mit James Allison ein neuer Technikchef, außerdem arbeitet man bereits einiger Zeit an einem komplett neuen Fabrikgebäude, das Ende des Jahres fertiggestellt werden soll. Kurios: Der Wunsch für die neue Fabrik kam vom damaligen Teamchef Domenicali, der mittlerweile bekannterweise freigestellt wurde.

Bereits im vergangenen Jahr wurde der Windkanal komplett überarbeitet, der in den vergangenen Saisons immer wieder falsche Daten geliefert hatte. Dieses Problem soll nun Geschichte sein. Kleine Fortschritte sind also erkennbar, im Großen und Ganzen gleicht Ferrari momentan allerdings eher einer Baustelle.

"Signifikante Veränderungen"

"Seit ich hierher kam, gab es signifikante Veränderungen in Sachen Organisation", berichtet Allison und ergänzt: "Das ist keine statische Sache, es werden noch weitere folgen, sobald wir herausgefunden haben, wie wir Dinge in der Zukunft besser machen können. Ich hoffe, dass einige der grundlegenden Sachen, die vor einigen Monaten geändert wurden, sich auszahlen werden."

"Ich hoffe, dass Marco Mattiacci und unser Präsident Mister Montezemolo versuchen, für Ferrari und Maranello kontinuierlich Leute vom absolut besten Kaliber zu gewinnen, denn bei diesem Sport geht es vor allem um die Leute, die man einsetzt. Daher hoffe ich, dass sie genau das tun."

Angeblich hatte sich Ferrari zuletzt unter anderem um die Dienste von Red Bulls Adrian Newey bemüht, der hat sich nun allerdings öffentlich zum amtierenden Konstrukteurs-Weltmeister bekannt. Ein Rückschlag für Ferrari, das mittlerweile bereits seit 2008 auf einen weiteren WM-Titel wartet.

Allison fordert trotzdem zur Ruhe auf und warnt vor überstürzten Entscheidungen: "Ich denke, dass Kreativität und Originalität ein wichtiger Teil sind, wenn man konkurrenzfähig sein möchte. Trotzdem gibt es da keine Magie. Kreativität und Originalität passieren nur dann, wenn man den Ingenieuren in seiner Organisation die Zeit und den Raum gibt, um das zu tun."

Allison fordert Zeit

"Wenn man sie dazu zwingt, mit dem Rücken gegen die Wand und mit sehr, sehr engen Fristen zu arbeiten, dann haben sie keine Zeit, um etwas anders anzugehen. Sie haben dann nur eine Option und zwar dir etwas zu geben, von dem sie wissen, dass es funktioniert. Denn sie haben keine Zeit, um eine andere Option auszuprobieren. Wenn man ein kreatives Auto will, dann muss man den Leuten Raum geben, um diese Kreativität auszuleben."

In welche Richtung sich Ferrari in den kommenden Jahren entwickeln wird, ist allerdings noch nicht klar. Mattiacci erklärte im Rahmen des Grand Prix von Monaco, dass er momentan noch keine Vision habe. Der Umbruch bei Ferrari ist also noch lange nicht abgeschlossen. Dass sich die Roten um weitere Neuzugänge bemühen werden, gilt als relativ sicher.

Allison berichtet: "Ferrari unterstützt die Richtung, in die ich mit dem Auto in technischer Hinsicht gehen möchte, extrem. Ich muss also gar nicht um viel bitten." Dem neuen Technikchef scheint also fast jeder Wunsch erfüllt zu werden. Er hofft, "dass sich diese Unterstützung auszahlen wird, und wir ein Ferrari sehen werden, dass dort steht, wo alle, die das rote Team mögen, es sehen möchten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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