Dieter Zetsche will auch künftig mit den Silberpfeilen jubeln

Formel 1 2014

— 24.05.2014

Zetsche ohne Verständnis für die Langeweile-Diskussion

Daimler-Vorstand Dieter Zetsche kann die Diskussionen um Langeweile in der Formel 1 nicht verstehen und will der Konkurrenz auch nicht helfen, etwas daran zu ändern



Aufregend und unvorhersehbar sollten die Rennen der Saison 2014 werden, doch bislang ist es eine reine Mercedes-Show, bei der der Sieger meist vorher feststeht - zumindest welches Team den Sieg davontragen wird. Bislang sieht es nicht danach aus, als würde sich in naher Zukunft etwas daran ändern, und so werden sich wohl auch die Kommentare mehren, die von der großen Langeweile sprechen.

Daimler-Vorstandsvorsitz Dieter Zetsche kann die Nörgler, die den Silberpfeilen die Schuld für zahlreiche Gähnattacken während der Grands Prix geben, nicht verstehen, wie er auf einer Pressekonferenz von Mercedes erklärt: "Wir hatten jetzt vier Jahre, in denen nur ein Team die Meisterschaft gewonnen hat. Jetzt sprechen wir über fünf Rennen, in denen ein Team gewonnen hat", winkt er ab und findet die Situation reichlich bizarr: "Ich habe nach den vier Jahren weniger Kommentare über langweilige Rennen gehört, als jetzt nach den fünf Rennen."

Erst in der vergangenen Saison dominierten Red Bull und Sebastian Vettel das Geschehen und gewannen zum Schluss neun Rennen in Folge. Doch damals wusste man zumindest, dass die Karten nach der Saison durch das neue Reglement wieder neu gemischt werden und die Red-Bull-Dominanz bald ein Ende haben könnte. Jetzt sei eine Änderung der Kräfteverhältnisse erst einmal nicht absehbar: "Vielleicht ist die Zuversicht höher, dass wir so weitermachen. Das weiß ich nicht", zuckt Zetsche die Schultern über die Gründe.

Abgesehen davon hält der Deutsche die Formel 1 selbst übrigens für absolut spannend. Selbst Mercedes sorge dafür, dass im Kampf um den Sieg immer Action herrscht: "Ich denke, dass es zwischen den Fahrern einen intensiven Kampf um die Nummer-eins-Position gibt, was ich unglaublich aufregend finde", spielt er auf die Duelle zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton an, die in Bahrain und Barcelona zuletzt nur wenige Sekundenbruchteile trennten. "Das ist unglaublich", lobt er.

Einen Vorwurf könne er seinem Team auf jeden Fall nicht machen, dass es für Langeweile sorgt. Die Fahrer bekämpfen sich hart, und das Team habe sich nichts vorzuwerfen. "Ich denke, es ist nicht unsere Aufgabe, sich dieses Problems anzunehmen. Es ist die Aufgabe unserer Konkurrenten", nimmt Zetsche Red Bull, Ferrari & Co. in die Pflicht. Sie können dafür sorgen, dass die Zuschauer auch einmal einen anderen Sieger auf dem Podest finden. Doch der Daimler-Mann stellt gleich klar: "Wir werden nicht versuchen, ihnen zu helfen. Uns ist bewusst, dass alle anderen versuchen werden, die Lücke zu schließen, aber wir werden das nicht zulassen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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