Niki Lauda hat kein Interesse daran, Bernie Ecclestone als Formel-1-Boss abzulösen

Formel 1 2014

— 24.05.2014

Lauda bald im Ecclestone-Amt? "Vollkommen ausgeschlossen"

Niki Lauda wehrt sich gegen Gerüchte, er könnte schon bald das Geschäft von Bernie Ecclestone übernehmen - Für Flavio Briatore ist der Wechsel längst überfällig



Wie lange bleibt Bernie Ecclestone noch Boss der Formel 1? Lange Zeit war es undenkbar, dass jemand anderes als der kauzige Brite die Geschäfte des milliardenschweren Sports leitet, doch so langsam muss man sich mit dem Gedanken anfreunden, irgendwann einen Nachfolger von Ecclestone finden zu müssen. Freiwillig wollte der Zampano seinen Platz bis jetzt eigentlich nie räumen, doch gestern überraschte er mit der Aussage über einen möglichen Rücktritt.

"Wenn mir CVC einen Nachfolger präsentiert, bin ich morgen weg", sagte Ecclestone gegenüber 'auto motor und sport' und öffnete damit die Tür für zahlreiche Spekulationen. Die Liste der potenziellen Nachfolger existiert aber nicht erst seit gestern. Namen wie Christian Horner, Monisha Kaltenborn oder Flavio Briatore geistern schon länger durchs Fahrerlager, nun sollen auch zwei Österreicher zum engeren Favoritenkreis gehören: Niki Lauda und Dietrich Mateschitz.

"Ich habe gehört, Niki Lauda wird für meinen Posten gehandelt", will selbst Ecclestone schon von den Gerüchten um den Mercedes-Aufsichtsratschef gehört haben, doch dieser blockiert vehement ab: "Nein, ich werde nicht Chef der Formel 1", stellt der Ex-Weltmeister gegenüber 'Bild' klar. "Ich habe doch bei Mercedes einen Job, der Vertrag geht bis einschließlich 2017. Ich denke nicht über Dinge nach, die sowieso nicht passieren werden."

"Ich wehre mich gegen diese Gerüchte, weil ich in meiner Position als Aufsichtsratschef des Mercedes Formel 1-Teams voll ausgelastet bin", wird er weiter zitiert. "Und das sehe ich auch als meine Aufgabe in der Zukunft an." Doch ab 2018 wäre Lauda theoretisch verfügbar, dann wäre Ecclestone 87 Jahre alt. Doch der Österreicher winkt erneut ab: "Vollkommen ausgeschlossen. Ich wurde nie gefragt, ob ich Bernies Nachfolger werden will. Schluss. Aus!" Den Namen Lauda in den Ring geworfen haben, soll gerüchteweise übrigens ein gewisser Italiener aus dem Hause Ferrari...

Wer den Namen Dietrich Mateschitz vorgeschlagen hat, ist nicht bekannt, doch der Red-Bull-Boss soll als Ecclestone-Nachfolger ebenfalls hoch im Kurs stehen. Der Österreicher hat mit seinem Energydrink eine Weltmarke geschaffen, die auch im Sportbereich hoch angesehen und weit verbreitet ist. Mateschitz wüsste sicherlich, wie er so ein Business zu führen hätte und kennt sich mit dem Sport, der Strategie und der Vermarktung bestens aus.

Die Zeit wird zeigen, wer sich irgendwann einmal in den Fußstapfen von Bernie Ecclestone versuchen darf. Doch noch ist der Zampano selbst an der Macht, auch wenn die Fragezeichen durch den Prozess vor dem Münchener Landgericht immer größer werden. Für Ex-Teamchef Flavio Briatore sei es sowieso an der Zeit, dass Ecclestone von der Bühne abtritt - eigentlich sei es schon lange überfällig.

"Wenn ich Ecclestone wäre, dann wäre ich schon vor fünf oder sechs Jahren abgetreten", erklärt der Italiener bei 'Sky Italia'. Die Gründe liegen für ihn dabei auf der Hand: "Es gibt eine objektive Realität, und das ist der Fakt, dass Bernie schon 83 ist." Hinzu komme aktuell natürlich die Gerichtsverhandlung, die ebenfalls eine Rolle dabei spielt. "Es tut mir leid, dass er in diesem Prozess steckt, der vielleicht anders angesehen wird, als wenn er 20 oder 30 wäre", fühlt er Mitleid, doch das ändert nichts an seiner Meinung, dass Ecclestone schon längst hätte abtreten müssen. Übrigens: Auch der Name Briatore wird in diesem Zusammenhang immer wieder gehandelt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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