Kimi Räikkönen ist über das Verhalten der Rennkommissare ziemlich verärgert

Formel 1 2014

— 25.05.2014

Gebrauchter Tag: Räikkönen wettert gegen Rennkommissare

Kimi Räikkönen ist mit der Behandlung durch die Stewards nicht einverstanden - Der Ferrari-Pilot zeigt sich nach seinem Crash mit Kevin Magnussen uneinsichtig



Kimi Räikkönen ist in der Formel-1-Welt dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch nach dem Rennen in Monte Carlo machte der frustrierte Finne seinem Ärger wieder einmal ordentlich Luft. Sein Ärger ist durchaus nachvollziehbar, denn der bereits überrundete Max Chilton schlitzte ihm während der zweiten Safety-Car-Phase den Reifen auf und beendete damit alle Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis.

"Irgendwie hat er es geschafft, mir in den Hinterreifen zu fahren und ihn zu beschädigen", ärgert sich Räikkönen, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei lag. Der Marussia-Pilot wollte Räikkönen überholen, um sich wieder hinten im Feld einzureihen, und berührte den Ferrari dabei. Der Finne berichtet: "Ich weiß nicht, wie er erwarten konnte, dass ich in einer engen Kurve von der Linie gehen würde."

"Damit hat er zu diesem Zeitpunkt mein Rennen zerstört. Danach war das Rennen erledigt. Ich hatte eine gute Position und einen guten Speed, aber habe nichts mitgenommen, was nicht unsere Schuld war." Seine Wut richtet sich allerdings nicht nur gegen Chilton, sondern auch gegen die Rennkommissare.

Räikkönen kritisiert Unehrlichkeit

"Niemand hat über die Safety-Car-Phase gesprochen, bis ich danach gefragt habe", berichtet Räikkönen, der nach dem Rennen wegen eines anderen Vorfalls zu den Stewards zitiert wurde, und ergänzt: "Da sagten sie: 'Davon wissen wir nichts.' Ich fragte, wie das sein kann? Dann sagte ein Kerl zu mir: 'Wir haben nichts von Charlie (Whiting, Renndirektor; Anm. d. Red.).'"

"Charlie sagte mir, dass er mit ihnen darüber gesprochen hätte, aber zehn Minuten später sagen sie mir, dass er nichts gesagt hätte. Keine Ahnung. Diese Sachen sind leider manchmal nicht sehr ehrlich. Das war offensichtlich die Sache, die mein Rennen zerstört hat, aber daran hatten sie kein großes Interesse."

Mittlerweile hat Chilton allerdings doch eine offizielle Ermahnung erhalten. Eine Rüge handelte sich auch Räikkönen selbst ein, da er später im Rennen in der Loews-Kurve mit Kevin Magnussen kollidierte. Er berichtet: "Ich wollte ihn überholen und habe die Kurve nicht bekommen. Er ging etwas nach links und ich fuhr über den Randstein. Ich hätte es fast geschafft, aber die Mauer war zu nah. Daher musste ich umdrehen. Ich hab ihn nie berührt."

Unfall hat "nicht großartig interessiert"

"Zu dem Zeitpunkt hat es mich nicht großartig interessiert. Zwei Punkte, Platz acht, Platz zehn oder elf, das hat keinen Unterschied für mich gemacht." Zu groß war zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits der Frust über den verpassten Podiumsplatz. Während Magnussen immerhin noch einen Punkt mitnehmen konnte, ging Räikkönen als Zwölfter komplett leer aus.

Der Tag hatte für den Finnen sowieso schon schlecht begonnen, wegen Magenproblemen hatte er am Vormittag die Fahrerparade verpasst. "Daraus haben sie eine große Sache gemacht", schießt der Finne ein weiteres Mal gegen die Rennkommissare, die von der Abwesenheit des Ex-Weltmeisters wohl überhaupt nicht begeistert waren.

Auf die Frage, ob es bis zu dem Vorfall mit Chilton sein bisher bestes Rennen seit seiner Rückkehr zu Ferrari gewesen sei, antwortet Räikkönen: "Ich bin schon oft gut gefahren, aber in den Rennen ist immer irgendetwas schief gelaufen. Plattfüße oder andere Leute, die mich berührten. Es passt einfach nie alles zusammen."

Räikkönen noch nicht glücklich mit F14 T

"Es ist eine Schande, denn heute hatten wir wieder ein gute Position. Es ist einfach Pech. Kleine Dinge gehen schief und machen einen großen Unterschied. Es sind unglückliche Dinge und ich bin immer noch nicht glücklich mit dem Auto. Im Rennen war es besser als im Qualifying, aber es liegt noch immer ein langer Weg vor uns, bevor wir dort hinkommen, wo wir sein wollen."

"Wir müssen uns in vielen Bereichen verbessern. Wir haben viele Sachen gemacht, vor allem mit dem Antrieb, um uns zu verbessern. Aber uns fehlt noch immer Geschwindigkeit", berichtet Räikkönen und ergänzt: "Wir wissen, was wir tun müssen, aber diese Sachen sind nicht einfach zu beheben. Es dauert seine Zeit. Wir machen ständig Fortschritte, aber andere Teams tun das auch."

"Wir arbeiten weiter hart und wenn wir einmal ein gutes Gefühl haben, dann wird es viel besser sein." In der Weltmeisterschaft liegt Räikkönen mit mageren 17 Punkten nur an Position zwölf. Teamkollege Fernando Alonso (61 Punkte) ist Dritter und und hat mittlerweile mehr als dreimal so viele Zähler gesammelt. Der Finne wünscht sich für die kommenden Rennen: "Hoffentlich haben wir in Zukunft etwas mehr Glück."

Fotoquelle: xpbimages.com

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