Großer Preis von Monaco: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 25.05.2014

Die "Bullen" kommen näher: Ricciardo in Topform

Daniel Ricciardo belegt im Grand Prix von Monaco den dritten Rang, Sebastian Vettel erneut von der Technik eingebremst: Ein Turbo ohne Turbo



Bei Red Bull tun sich immer wieder neue Baustellen auf. Im Grand Prix von Monaco am Sonntag in Monte Carlo kam Weltmeister Sebastian Vettel nur fünf Runden weit. Diesmal stoppte ein defekter Turbolader den vom Pech verfolgten Heppenheimer. Teamkollege Daniel Ricciardo durfte hingegen wieder sein schon bekanntes Grinsen aufsetzen. Der Australier fuhr nach dem Podestplatz in Barcelona nun zum zweiten Mal in Folge auf Rang drei.

"Am Ende kam nochmal richtig Spannung in das Rennen", sagt Ricciardo nach seiner starken Fahrt am Heck des zweitplatzierten Lewis Hamilton. Dabei hatte das Rennen für den Australier gar nicht gut begonnen. Von Startplatz drei verlor Ricciardo auf den ersten Metern zwei Positionen. "Das war frustrierend. Aber dann bekam Sebastian seine Technikprobleme und Kimi hatte einen Plattfuß. Plötzlich war ich wieder in der Position, die ich mir erhofft hatte."

"So 20 Runden vor dem Ende hatte ich noch gute Reifen, also habe ich Druck gemacht. Das war der Moment im Rennen, wo ich endlich das Gefühl hatte, richtig Gas geben zu können. Ich habe Lewis eingeholt, bin aber nicht vorbeigekommen", beschreibt der Red-Bull-Neuzugang. "Ich habe auf einen Fehler spekuliert. Wenn sich eine realistische Chance auf ein Überholmanöver ergeben hätte, dann wäre mein Angriff gekommen. Ich wollte mich nicht einfach so mit Platz drei zufrieden geben, aber es gab keine Gelegenheit."

Kein Weg an Hamilton vorbei

"Insgesamt muss ich festhalten: Das Rennen endete besser als es angefangen hatte", meint der Australier, der in der WM nun an Teamkollege Vettel vorbeigezogen ist und auf Rang vier liegt. "Daniels Tempo am Ende war beeindruckend", lobt Teamchef Christian Horner. "Zur Mitte des Rennens ist er vorsichtig sein Tempo gefahren, am Ende hat er nochmal kräftig zulegen können. Er war schneller als Lewis, aber in Monaco kommst du halt nicht vorbei. Ein Typ wie Lewis schenkt den zweiten Platz nicht einfach so her."

"Er hat eine tolle Leistung abgeliefert und bewiesen, dass er alles mitbringt, um selbst auf einem solch schwierigen Kurs ganz vorne mitzukämpfen", freut sich Thierry Salvi, der die Renault-Antriebe bei Red Bull betreut. "Daniel macht einen super Job", so Horner. "Es ist eben manchmal so, dass man sich einen guten Lauf erarbeitet. Es wird aber bestimmt bald auch bei Sebastian wieder besser laufen."

Auf diesen Durchbruch wartet der Weltmeister allerdings seit Wochen vergeblich. Auch in Monaco stoppte ihn ein technischer Defekt. Nach Problemen im Qualifying hatte man vor dem Rennen zahlreiche Bauteile ausgetauscht. Dennoch zwang ihn ein Turboschaden nach nur fünf Runden am Sonntag vorzeitig an die Box. "Natürlich ist es enttäuschend. Bei mir war der Ladedruck weg. Und ein Turbomotor ohne Ladedruck ist kein Motor - keine Power", sagt Vettel.

Vettels Pechsträhne geht weiter

"Das Team hat sicherlich alles getan, um es zu beheben, aber es ging nicht. Als Fahrer fühlt man sich wirklich hilflos in solch einer Situation", schildert der Heppenheimer. Die Red-Bull-Ingeniere versuchten einen Neustart der Antriebseinheit - ohne Erfolg. "Das war wieder großes Pech für Sebastian", entschuldigt sich Horner. "Er hatte jetzt wirklich die Seuche, was bestimmt frustrierend ist. Irgendwann wird es wieder laufen. Und wenn es bei ihm wieder läuft, dann richtig", meint der Teamchef.

"Ich hatte zuletzt etwas Probleme, wirklich 100 Prozent vom Auto abzurufen", meint der Champion, der selbst bei funktionstüchtigem RB10 oftmals hinter Ricciardo fuhr. Red Bull arbeitet an weiteren Verbesserungen, die auch dem Weltmeister wieder zu mehr Vertrauen ins Fahrzeug verhelfen sollen. "Zum ersten mal in diesem Jahr konnten wir Mercedes etwas unter Druck setzen. Im Qualifying hätten wir sie gern noch mehr geärgert. Unsere Fortschritte sind gut, und es kommt demnächst noch mehr", verspricht Teamchef Horner.

Die Konkurrenz von Mercedes beobachtet die Red-Bull-Entwicklungen genau, bleibt aber entspannt. "Es ist logisch, dass es hier enger war, weil in Monaco alles enger ist. Die Runde ist kurz, tausend Kurven, da geht es um zwei Zehntel", sagt Niki Lauda. "In Montreal werden es dann wieder vier oder fünf Zehntel sein. Also in Wirklichkeit hat sich nichts verändert. Man kann davon ausgehen, dass auch in Montreal die Mercedes-Dominanz so bleibt, wie sie bis jetzt war."

Fotoquelle: xpbimages.com

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