Romain Grosjean hat durch seine guten Leistungen alle Trümpfe in der Hand

Formel 1 2014

— 26.05.2014

Lotus: Keine Angst vor Grosjean-Wechsel zu McLaren

Quo vadis, Romain Grosjean? Während Lotus einen Teamwechsel für unrealistisch hält, weist Eric Boullier einen Kontakt mit McLaren zurück



Seit einigen Tagen kursieren verschiedene Gerüchte um die Zukunft von Romain Grosjean. Der Franzose hatte angedeutet, sich Gedanken über einen Teamwechsel zu machen, sollte Lotus ihm nicht spätestens 2015 wieder ein Auto bauen, mit dem er um Rennsiege fahren kann. Grosjean, dem noch vor gut einem Jahr der Ruf des inkonstanten Crashpiloten anhaftete, hat sich mittlerweile etabliert und überzeugt durch Leistung. Kein Wunder, dass Lotus ihn gern halten würde.

Auf die Frage, ob das Team aus Enstone im Zweifelsfall um seinen Topfahrer kämpfen würde, entgegnet Teambesitzer Gerard Lopez: "Das würden wir womöglich tun. Wir haben nicht das Budget wie manch anderes Team, es gibt also Grenzen, bis zu denen wir kämpfen können. Aber Romain ist wirklich glücklich hier, er ist Teil der Familie, und ich denke nicht, dass er plant, irgendwo anders hinzugehen", so der Luxemburger.

Erstaunlich findet Lopez, wie schnell sich die Meinungen über einen Fahrer in der Formel 1 verändern können: "Wir haben hier einen Piloten, der zunächst heftig kritisiert wurde, und jetzt sagen die Leute plötzlich, er sei ein Fahrer, der für so ziemlich jedes Team fahren könnte." Grosjeans Leistungen im Vorjahr haben bereits dafür gesorgt, dass sich der eine oder andere über ihn informiert hat, erklärt Lopez, nun wiederhole sich die Geschichte.

Spekulationen gibt es immer

Federico Gastaldi, Stellvertretender Teamchef bei Lotus, weist die Gerüchte auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' als reine Spekulationen zurück: "Jeder spekuliert andauernd. Vergangenes Jahr hieß es, Webber tritt zurück, also wird Kimi zu Red Bull gehen. Dann ging er aber zu Ferrari. Es ist immer das Gleiche. Irgendwann fängt immer jemand an zu spekulieren."

Dass Grosjean Lotus den Rücken kehren wird, kann sich der Argentinier nicht vorstellen: "Romain ist einer von uns, wir haben ihn immer unterstützt. Ich sage euch, er wird bei uns bleiben. Natürlich hat jeder seinen freien Willen, aber ich erwarte nicht, dass er geht." So habe Lotus intern nicht einmal über diese Angelegenheit gesprochen. "Das sind Gespinste der Journalisten. Das sind eure Gedankenspiele, nicht unsere."

Kein Kontakt mit McLaren

Eric Boullier, früherer Teamchef von Grosjean bei Lotus, ist mittlerweile Renndirektor bei McLaren. Auf die Frage, ob er seinen Landsmann gern nach Woking holen würde und bereits Kontakt mit ihm aufgenommen habe, antwortet er klar und deutlich: "Ich spreche mit niemandem, außer mit diesen beiden Jungs (Jenson Button und Kevin Magnussen sitzen neben ihm; Anm. d. Red.). Das ist wahr." Sollten Button allerdings irgendwann Rücktrittsgedanken übermannen, wäre bei McLaren womöglich ein attraktives Cockpit frei...

Zudem war in den vergangenen Wochen immer wieder zu hören, dass sich PDVSA als Sponsor von Paydriver Pastor Maldonado aus der Formel 1 zurückziehen könnte. Lopez dementiert diese Gerüchte gegenüber 'Blick': "PDVSA bleibt - wie Maldonado - bei uns. In Venezuela hat diese Firma das Sagen und nicht die Regierung!" Der Rückzug der größten Erdölgesellschaft Lateinamerikas würde Lotus in finanzieller Hinsicht empfindlich treffen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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