Pascal Wehrlein erfasste bei einem Werbedreh einen deutschen Urlauber

Formel 1 2014

— 28.05.2014

Mercedes-Unglück bei Werbedreh: Opfer außer Lebensgefahr

Nico Rosberg und Pascal Wehrlein waren bei einem Mercedes-Werbedreh in einen Autounfall verwickelt - Das Opfer befindet sich angeblich außer Lebensgefahr



Einen Tag nach dem Unglück bei einem Sponsoren-Dreh von Mercedes und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol, an dem die beiden Silberpfeil-Piloten Nico Rosberg und Pascal Wehrlein beteiligt waren, wird das Ausmaß langsam bekannt: Der 63-jährige Urlauber aus Thüringen, der von DTM-Pilot und Formel-1-Simulatortester Wehrlein angefahren wurde, befindet sich laut dem 'SID' außer Lebensgefahr. Der Südtiroler Streckenposten, der das Unglück verhindern wollte, wurde leicht verletzt.

Über den Unfallhergang gibt es noch einige Fragezeichen. Laut Informationen von 'Bild' soll Rosberg, der noch am Sonntag den Grand Prix in Monte Carlo gewann und auf dessen Beifahrersitz DFB-Nationalspieler Benedikt Höwedes saß, am Dienstagnachmittag bei einer Bergabfahrt von einer Frau am Fahrbahnrand irritiert worden sein und daraufhin plötzlich gebremst haben. Der folgende Wehrlein, der am Beifahrersitz von DFB-Nationalspieler Julian Draxler begleitet wurde, wollte angeblich ausweichen und erfasste dabei die beiden Männer. Die Passage dürfte unübersichtlich gewesen sein, der Asphalt feucht, das Tempo allerdings nicht hoch.

Wie der Streckenposten den Unfall erlebte

Der Streckenposten schilderte gegenüber der 'Hamburger Morgenpost', wie er den Zwischenfall im Passeiertal wahrgenommen hat und bei seinem Versuch, den Urlauber zu retten, selbst verwickelt wurde: "Er wollte ein Foto machen und wohl auch ein Autogramm haben. Er stand nicht auf der Straße. Aber dicht dran. Ich habe erst laut geschrien. Dann bin ich hinterher. Ich wollte ihn zurückziehen, habe es nicht mehr geschafft. Aber wenn es zwei Augenblicke länger gedauert hätte, hätte er mich auch voll getroffen. Ich hätte tot sein können."

Der schwer geschockte Wehrlein, der wie Rosberg und die beiden Fußballer von DFB-Psychologen betreut wurden, meldete sich via 'Facebook' zu Wort: "Der Schock über die tragischen Ereignisse sitzt sehr tief. Meine ganze Hoffnung und meine Gedanken sind bei den beiden Verunglückten und ich bete, dass wir bald positive Nachrichten bekommen werden. Ich danke allen für die Unterstützung in diesen schweren Stunden."

Auch Rosberg, der sich via 'Twitter' zum Unglück äußerte, zeigte sich "geschockt von dem Unfall. Meine Gedanken sind bei den beiden Menschen, die verletzt wurden, und ich wünsche ihnen eine schnelle Genesung." Die zwei Rennfahrer und die zwei Fußballer besuchten die Unfallopfer im Krankenhaus.

Sicherheitsvorkehrungen angeblich ausreichend

Währenddessen haben die Ermittlungen begonnen, um herauszufinden, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Alle Aufnahmen der Kameras, die in den beiden Autos befestigt waren, wurden von der Polizei beschlagnahmt. "Die Ergebnisse gehen an die Staatsanwaltschaft", erklärte Hans Ramoser von der Polizei Bozen bei einer eigens anberaumten Pressekonferenz.

Zudem gab er bekannt, dass die Sicherheitsvorkehrungen nicht das Problem gewesen sein dürften: "Die Strecke war sicher und abgesperrt. An jeder Ecke war ein Streckenposten. Bei uns gibt es viele Vorfälle, wo die Strecke gesichert wird, und ich kann ihnen versprechen: Die Strecke war sicher."

Mercedes-Pressesprecherin Claudia Merzbach erklärte: "Es war kein Rennen, es ging nur darum die Fahrzeuge vorzustellen." Sie zeigte sich tief betroffen und wünschte den Verletzten gute Besserung. Zudem unterstütze man die Behörden "selbstverständlich bei der Aufklärung des Unfallhergangs".

Fotoquelle: xpbimages.com

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