Pirelli setzt wie schon in Monaco die Mischungen Soft und Supersoft ein

Formel 1 2014

— 03.06.2014

Kanada: Pirelli setzt auf Monaco-Reifen

Aufgrund der härteren Reifen der Saison 2014 verändert Pirelli die Reifenauswahl für Montreal im Vergleich zum Vorjahr - Viele durchdrehende Räder werden erwartet



Reifenhersteller Pirelli stellt den Formel-1-Teams zum Großen Preis von Kanada die gleichen Reifenmischungen zur Verfügung wie vor knapp zwei Wochen in Monaco. Somit kommen auch beim siebten Saisonlauf die Varianten Soft und Supersoft zum Einsatz. Allerdings herrschen beim Hybridkurs auf der Ile Notre-Dame, der halb Straßenkurs und halb klassische Rennstrecke ist, gänzlich andere Bedingungen als noch im Fürstentum.

"Die Reifen werden in Kanada weitaus stärker beansprucht als in Monaco, denn aufgrund der deutlich höheren Geschwindigkeiten wirken hier sehr viel mehr Energie und viel höhere Kräfte auf sie ein", erklärt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. "Daraus sollte der höchstmögliche mechanische Grip resultieren - der in Montreal auch dringend nötig ist." Die Strecke werde sich im Verlauf des Wochenendes stark entwickeln, ist sich der Brite sicher.

Zudem werde man - nicht zuletzt wegen des reduzierten Abtriebs im Jahr 2014 - viele Autos rutschen sehen. "Das Rutschen und durchdrehende Räder vergrößern die Belastung für die Reifen zusätzlich. Wir gehen aber davon aus, dass der Abrieb und der Leistungsabbau sich auch an diesem Wochenende in Grenzen halten werden, obwohl wir die beiden weichsten Mischungen aus der Range nominiert haben", so Hembery. 2013 hatte Pirelli statt Soft den härteren Medium-Reifen bereitgestellt, Sebastian Vettel gewann mit einer Zweistoppstrategie.

Davon ab ist die Regenwahrscheinlichkeit in Montreal stets relativ hoch, was die strategische Planung der Teams erschwert. "In diesem Fall wird es erfolgsentscheidend sein, den richtigen Zeitpunkt für die Übergänge von Slicks auf die Intermediates oder die Regenreifen zu wählen. Sollte es während der Trainingssessions und des Qualifyings trocken bleiben, fehlen dafür die entsprechenden Daten, das könnte dann recht schwierig werden." Außerdem liegt die historische Safety-Car-Wahrscheinlichkeit auf dem Circuit Gilles-Villeneuve bei 50 Prozent, was die Strategie zusätzlich über den Haufen werfen könnte.

Pirelli-Berater Jean Alesi, der seinen einzigen Formel-1-Sieg beim Kanada-Grand-Prix 1995 holte, kennt die Herausforderungen des besonderen Kurses: "Aus Sicht des Fahrers kommt es darauf an, dass die Hinterreifen möglichst lange in bestmöglicher Verfassung bleiben. Es gibt keine langen Kurven. Daher belasten in erster Linie beim Beschleunigen und Bremsen auftretende Längskräfte die Reifen. Die Piloten müssen sehr vorsichtig mit dem Gaspedal umgehen, sonst verschleißen die Reifen zu schnell, und auch das Bremsen wird problematisch." Kanada sei weniger körperlich belastend, fordere dafür aber ein sehr hohes Maß an Konzentration beim Bremsen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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