Nun doch nicht: Helmut Marko will Renault nicht auf Schadensersatz verklagen

Formel 1 2014

— 04.06.2014

Marko dementiert Zahlungsforderung an Renault: "Unsinn"

Nachdem Red-Bull-Motorsport-Konsulent Helmut Marko angekündigt hatte, sich die durch Renault entstandenen Finanzschäden bezahlen zu lassen, rudert er nun zurück



Viel ist in den vergangenen Wochen geschrieben worden über das Verhältnis zwischen dem Weltmeisterteam Red Bull und seinem Motorenlieferanten Renault. Der französische Konzern hatte zur Einführung des neuen Reglements 2014 die schwächste Antriebseinheit gebaut, Red Bull hat nach wie vor keine Chance gegen Mercedes. So hatte sich Motorsport-Konsulent Helmut Marko am 30. Mai offenbar zu Worten hinreißen lassen, die er mittlerweile bereut.

Wie 'Bild' berichtete, wollte Red Bull die Franzosen für die sportliche Misere in diesem Jahr zur Verantwortung ziehen - und zwar mit saftigen Ausgleichszahlungen: "Genaue Zahlen kann ich noch nicht nennen, das wäre unseriös", war Marko zitiert worden. "Die Saison ist ja noch lange nicht vorbei. Am Ende des Jahres macht unsere Finanzabteilung eine Abrechnung. Dann werden wir sehen, was für einen Verlust wir durch Renault gemacht haben."

"Das ist Unsinn", stellt Marko jetzt gegenüber 'Die Welt' klar und widerruft seine Worte. "Wir verklagen niemanden, schon gar nicht Renault, wir beklagen nur die Mängel des Motors." So hadere Red Bull vielmehr damit, dass Renault seine Wettbewerbsnachteile, die schon bei den Wintertests offensichtlich waren, zu spät angegangen sei. "Dadurch sind wir jetzt da, wo wir sind. Um es deutlich zu sagen: Wir verklagen niemanden juristisch, haben es auch nicht vor, sondern wir beklagen uns über eindeutige Mängel des Motors."

So habe die Antriebseinheit aus Frankreich auch nach sechs Saisonläufen immer noch diverse Problembereiche: "Auf den Sektoren Leistung, Zuverlässigkeit, Fahrbarkeit müssen wir bei unseren Ansprüchen - und auch den Ansprüchen von Renault - zumindest auf Augenhöhe mit Mercedes sein", fordert Marko. "Das ist leider bis jetzt nicht der Fall." Vor der Saison habe Red Bull einen Abstand von vier Sekunden auf die besten Rundenzeiten gehabt, mittlerweile sei man zumindest näher herangekommen.

"Aber das reicht nicht. Wir müssen wieder siegfähig werden, und das ist genau das Ziel, dass wir mit Renault anpeilen", erklärt der Österreicher. Auch das Gerücht, Red Bull kokettiere bezüglich eines neuen Motorendeals mit VW, weist Marko entschieden zurück: "Das war eine komplette Falschmeldung. Unser Ziel ist es, nach dem Grand Prix von Österreich mit Renault eine vorläufige Bilanz zu ziehen, unsere Daten gemeinsam auf den Tisch zu legen und dann mit Renault einen Plan zu entwickeln, wie es 2014 und auch 2015 mit unserer Arbeit weitergehen soll. So sieht die Realität aus."

Fotoquelle: Lukas Gorys

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