Großer Preis von Kanada: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 06.06.2014

Kanada: Vettel erster Mercedes-Verfolger

Lewis Hamilton und Nico Rosberg fahren in ihrer eigenen Liga - Sebastian Vettel ist in Montreal besser als befürchtet. Williams als große Longrun-Überraschung.

Der Freitag endete beim Grand Prix von Kanada in Montreal ohne große Überraschungen: Nachdem am Vormittag noch Fernando Alonso (Ferrari) Bestzeit gesetzt hatte, stellte Mercedes in der zweiten Session die gewohnte (und erwartete) Hackordnung wieder her. Am Ende setzte Lewis Hamilton in 1:16.118 Minuten Tagesbestzeit, 0,175 vor Nico Rosberg und rund eine halbe Sekunde vor den ersten Silberpfeil-Verfolgern.

Hamilton, ein absoluter Spezialist für den schnellen Circuit Gilles Villeneuve, hatte allerdings Mühe, sich an die Spitze zu setzen und im heißen Mercedes-Stallduell einen psychologischen Punktsieg zu landen. Und dass die Brisanz aus dem Duell keineswegs raus ist, bewies Rosberg mit seinem Funkspruch zu Beginn, als er zwischenzeitlich in Führung lag: "Welche Zeit ist mein Teamkollege gefahren und woran muss ich noch arbeiten?"

"Wir können hier ein großartiges Tempo anschlagen", freut sich Hamilton. Seinen vierten Montreal-Sieg betrachtet er nicht als selbstverständlich: "Nico ist sehr, sehr schnell. Auch die Ferraris sehen schnell aus und Red Bull ist hier ebenfalls immer schnell." Rosberg spricht ähnlich euphorisch: "Wir haben schon erwartet, dass wir auf dieser Strecke stark sein würden, und danach sieht es im Moment auch aus. Wir haben ein gutes Tempo."

Vettel mit später persönlicher Bestzeit

Erster Verfolger war diesmal nicht Alonso, sondern Sebastian Vettel, der erst spät auf die Supersoft-Reifen gewechselt war. Doch als er die dann drauf hatte, schob sich der amtierende Weltmeister über den sechsten und vierten auf den dritten Platz nach vorne. 0,455 Sekunden fehlten am Ende. "Bei mir gab es ein Getriebeproblem", berichtet er. "Trotzdem sieht es so aus, als sei alles in Ordnung. Wir sind einige ziemlich gute Runden gefahren. Für den Anfang war das akzeptabel."

Die F1 gastiert dieses Wochenende im schönen Montreal: Am Vormittag hatte Alonso (Bild) die Nase vorn, nachmittags Hamilton

Etwas überraschend kam für viele, dass Kimi Räikkönen (4./+0,530) am Nachmittag der schnellere Ferrari-Pilot war, wenn auch nur um fünf Hundertstelsekunden vor Alonso. Aber die eigentliche Sensation des Nachmittags war Felipe Massa: Der Williams-Pilot erzielte bei den abschließenden Longrun-Tests eine persönliche Bestzeit von 1:18.9 Minuten und war damit in dieser Disziplin mit deutlichem Vorsprung Spitzenreiter.

Am nächsten kam noch Teamkollege Valtteri Bottas (1:19.2 Minuten) an Massa heran - was Williams zuversichtlich stimmt, obwohl in der Tageswertung "nur" die Positionen sechs und sieben stehen bleiben. Hamiltons Longrun-Bestzeit lag übrigens bei 1:19.3, jene von Rosberg bei 1:19.4 Minuten. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass Mercedes mehr Benzin im Tank hatte als Williams. Auch die 1:20.0er-Runde von Vettel am Ende war respektabel.

Merkwürdig aussehender Dreher von Räikkönen

Ferrari blieb bei den Longrun-Tests knapp über 1:20 Minuten, teamintern war Räikkönen schneller - und das trotz eines Drehers in der Haarnadel vor der langen Gegengeraden: "Er gibt Gas und dreht sich wie ein Anfänger", wundert sich Experte Marc Surer. "Vielleicht war er unkonzentriert, aber mir kommt es eher so vor, als hätte er was ausprobiert, rumgedrückt und eine falsche Einstellung erwischt. Ein seltsamer Dreher, ungewöhnlich für einen Weltmeister."

Kevin Magnussen (8./+0,934), Jenson Button (beide McLaren/+0,941) und Jean-Eric Vergne (Toro Rosso/+1,062) komplettierten die Top 10. Nico Hülkenberg (Force India/+1,594) konnte sich heute noch nicht als Podiumskandidat hervortun und wurde 13. (immerhin vor seinem Teamkollegen, dessen Longrun aber schneller war), während Adrian Sutil (Sauber/+1,846) Platz 16 belegte. Dessen Schrecksekunde mit dem langsamen Magnussen in der Zielschikane blieb ohne Folgen.

Pech hatte Pastor Maldonado (15./Lotus/+1,750), der einmal am Boxenausgang stehen blieb und ein andermal wegen eines unsicheren Heckflügels widerwillig in der Garage bleiben musste. Marcus Ericsson (21./Caterham/+6,300) rollte in den Notausgang bei Kurve 3. Und Jules Bianchi (22./Marussia) konnte nach Getriebewechsel infolge des Vormittags-Crashs und drei Installationsrunden wegen eines technischen Problems nicht mehr trainieren.

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