Lewis Hamilton und Nico Rosberg in Montreal: Wie lange hält der Friede?

Formel 1 2014

— 07.06.2014

Mercedes stellt klar: "Wir sind hier nicht auf dem Schulhof"

Paddy Lowe, im Mercedes-Team der Geschäftsführer Technik, hat keine Lust, sich in die persönlichen Belange zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg einzumischen



Anlässlich der Vorkommnisse in der Schlussphase des Qualifyings zum Grand Prix von Monaco konnten sich die beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg für den Rest des Rennwochenendes im Fürstentum nicht riechen. Hamilton war überzeugt, dass ihm Rosberg mit seinem "Verbremser" in der Mirabeau-Kurve absichtlich die Chance auf die Pole-Position verbaut hatte.

Die Rennkommissare rund um Ex-Formel-1-Pilot Derek Warwick konnte bei Rosberg kein Fehlverhalten erkennen. So fuhr der Deutsche von der Pole-Position zu seinen zweiten Monaco-Sieg. Hamilton hingegen musste sich auch im Rennen zähneknirschend mit Platz zwei zufriedengeben.

Nachdem der Brite in der vergangenen Woche über Twitter verkündet hatte, dass es zwischen ihm und Rosberg keine Probleme gebe, wurden die Wogen (fürs Erste) wieder geglättet. Mercedes' Geschäftsführer Technik, Paddy Lowe, sieht es ohnehin nicht als Aufgabe des Teams an, die persönlichen Belange seiner beiden Piloten in die richtigen Bahnen zu lenken.

Lowe: Entscheidend ist das, was auf der Strecke passiert

"Ich werde keine Zeit dafür aufwenden, die Beziehung der beiden auf direkte Art und Weise zu lenken", betont Lowe gegenüber 'BBC' und unterstreicht: "Das müssen sie wirklich unter sich regeln. Wir sind hier nicht auf dem Schulhof." Als Vorteil in diesem Zusammenhang erachtet es Lowe, dass "beide sehr reife Jungs sind".

Aufgrund des engen Wettbewerbs sei es ganz normal, dass es "hin und wieder Spannungen" gibt. Was aber letztlich zählt, ist nach Aussage der zweiten Mercedes-Spitze neben Motorsportchef Toto Wolff: "Im Verlauf der zurückliegenden zehn Tage führten sie mehrere Gespräche miteinander. Diese wurden nicht etwa vom Management in die Wege geleitet. Sie sind nun wieder voll bei der Sache - genau so wie es sein soll." Unterm Strich ginge es ohnehin darum, was auf der Strecke passiert, so der ehemalige McLaren-Technikchef, der den vierfachen Saisonsieger Hamilton seit Beginn von dessen Formel-1-Karriere (2007) unter seinen Fittichen hat.

Da die Spannungen des Monaco-Wochenendes aus Sicht des Teams nun keine Probleme mehr bereiten sollten, will man sich voll und ganz darauf konzentrieren, in Montreal den siebten Saisonsieg für die Silberpfeile unter Dach und Fach zu bringen. "Wir wissen, dass wir bisher ein fantastisches Jahr hatten. Wir müssen aber alles geben, denn wir haben es mit einigen starken Gegnern zu tun, die sofort zuschlagen werden, sollten wir uns irgendeine Schwäche erlauben. Wir müssen jetzt einfach sicherstellen, dass wir ihnen diese Gelegenheit nicht bieten", so Lowe in Anspielung auf Red Bull, Ferrari und Co.

Fotoquelle: xpbimages.com

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