Welchen Weg schlägt Renault für 2015 ein? Motorenchef Remi Taffin gibt erste Hinweise

Formel 1 2014

— 07.06.2014

Baut Renault für 2015 einen "Mercedes"?

Geht Renault für die kommende Saison einen neuen Weg und orientiert sich beim Antriebsstrang an Mercedes? Remi Taffin schließt es zumindest nicht aus



In Reihen der drei aktuell in der Formel 1 engagierten Antriebshersteller - Mercedes, Ferrari und Renault - gibt es nach sechs von 19 Saisonrennen einen klaren Etappensieger: Mercedes . Der V6-Turbo aus Brixworth hat vor dem Grand Prix von Kanada sechs Siege, sechs Pole-Positions und vier schnellste Rennrunden auf dem Kerbholz.

Ferrari und Renault, deren bisheriges Saison-Highlight je eine schnellste Rennrunde ist, tun sich schwer, mit der vom 1,6-Liter-Hybrid mit dem Stern vorgelegten Performance mitzuhalten. Die Italiener und die Franzosen haben gegenüber den Briten sowohl in puncto Spitzenleistung als auch in puncto Zuverlässigkeit das Nachsehen.

Über alle Fahrer des jeweiligen Antriebsherstellers gerechnet, gibt es nach sechs Rennen lediglich fünf Mercedes-Ausfälle zu vermelden. Ein Ferrari-befeuertes Auto sah neunmal die Zielflagge nicht. Renault steht gar bei 17 Ausfällen .

Ausbaustufe oder Neukonstruktion?

Zwar gilt für alle drei Hersteller, dass die genannten Ausfälle nicht ausnahmslos auf Defekte im Bereich des Antriebsstrangs zurückzuführen sind, dennoch: Dass man sich vor allem gegenüber Mercedes im Hintertreffen befindet, ist im Renault-Umfeld allen klar.

So stellt sich die Frage, mit welchem Konzept die Franzosen die Saison 2015 in Angriff nehmen werden. Beschränkt man sich in Viry-Chatillon auf eine Ausbaustufe des aktuellen Triebwerks? Oder aber versucht man es mit einer - im Rahmen des Reglement erlaubten - Neukonstruktion?

"Im Winter kann man ziemlich viele Dinge ändern, vor allem im ersten Winter", sinniert Renault-Motorenchef Remi Taffin am Rande des Montreal-Wochenendes und streitet nicht ab, dass man sich gewisse Orientierungshilfen geben lässt: "Wir sehen uns an, was unsere Gegner gemacht haben und untersuchen, ob sich das auszahlt."

Eines steht bei Renault schon jetzt fest: "Wir werden nächstes Jahr eine neue Antriebseinheit haben", bemerkt Taffin, um abschließend hinzuzufügen: "Ob sie komplett anders sein wird, ist noch nicht entschieden."

Im Zuge der gerade vorherrschenden Öko-Stimmung hatte der ehemalige Jordan- und Stewart-Designer Gary Anderson bereits angeregt, die maximal im Rennen zu verwendende Benzinmenge schrittweise weiter herabzusetzen. In dieser Saison greift erstmals das Limit von 100 Kilogramm Benzin. In Zukunft könnte dieses Limit auf 95 Kilogramm gesenkt werden.

Zumindest für die Saison 2015 aber wurde dies "vorerst abgesagt", wie Taffin betont: "Wir haben uns darauf geeinigt, dass sich der erlaubte Spritverbrauch in der kommenden Saison nicht ändern wird."

Fotoquelle: xpbimages.com

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