Großer Preis von Kanada: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 07.06.2014

Vettel bleibt gelassen: "Wenn es Schlamperei wäre..."

Der Red-Bull-Star sieht keinen Grund, sich wegen der sportlichen Durststrecke zu grämen - Er wirft bei der Jagd auf Mercedes noch lange nicht das Handtuch



Den Teamkollegen geschlagen und den Rückstand auf Mercedes gefühlt halbiert: Für Sebastian Vettel lief das Qualifying zum Kanada-Grand-Prix am Samstag mit Rang drei nicht so schlecht, wie es mancher im Vorfeld befürchtet hatte. Der Perfektionist aus Heppenheim allerdings findet diverse Makel: "Ich bin nicht ganz zufrieden, aber mehr war auch nicht drin. Im ersten Sektor kam ich nicht in die Gänge und musste mehr Risiko in den Abschnitten zwei und drei auf mich nehmen", erklärt Vettel.

Genau das ist der Grund, warum der Daumen nicht nach oben zeigt: "Es hätte auch anders aussehen können, deshalb fuchst mich das ein bisschen." Immerhin hielten der Red Bull und sein Renault-Antriebsstrang nach Getriebeproblemen am Freitag durch, obwohl während des Qualifyings kurz der Verdacht aufkam, dass die Defekthexe wieder zugeschlagen haben könnte. "Aber ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist", so Vettel, der die Technikmisere verantwortlich macht für seine Niederlagen gegen Daniel Ricciardo.

Das Teamduell will er nicht überbewerten: "Ich weiß nicht, wieso das Interesse da so groß ist", wundert er sich. "Er hat keine Fehler gemacht und erledigt weiter einen guten Job. So ist das im Leben. Manchmal geht es vorwärts, mal ein bisschen nach hinten oder man steht, weil man ausfällt." Entsprechend ist es nicht der Plan des Weltmeisters, sich im Rennen ausschließlich gegen Ricciardo zu verteidigen. Er will die Mercedes attackieren: "Ich versuche, das Tempo mitzugehen, solange ich kann."

Das Traumauto ist Schnee von gestern

Vettel hofft: "Vielleicht gibt es eine Überraschung und wir sind schneller, dann versuche ich natürlich, vorbeizufahren. Um sie zu schlagen, muss man kein Genie sein, sondern schneller auf der Strecke." Oder klüger am Kommandostand: Der 26-Jährige erinnert an unorthodoxe Montreal-Strategien der Vergangenheit, erwägt aber eher konservative Optionen: "Es wird sich zwischen ein und zwei Stopps entscheiden. Die Reifen sind konstanter, also sollte es vorhersehbarer sein."

Auch wenn das neue Reglement weiter nicht nach seinem Gusto sein dürfte, will Vettel den Ärger darüber begraben haben. "Dass die Autos langsamer geworden sind, gefällt mir immer noch nicht. Aber jetzt habe ich das akzeptiert, weil es ja für alle gleich ist", sagt er der 'Auto Bild motorsport'. "Meine Motivation ist dieselbe: Ich habe immer noch keine Lust, Zweiter zu werden. Allerdings bin ich seit meinem ersten Titel 2010 etwas relaxter geworden. Weil ich das höchste Ziel, das ich mir gesetzt hatte, erreicht habe: Weltmeister zu werden. Das war die Pflicht, der Rest ist Kür."

Dass die aktuell misslingt, liegt laut Vettel an den technischen Problem bei Red Bull. Ärgerlich, aber auch ein Grund, mit durchschnittlichen Ergebnissen einigermaßen zufrieden zu sein: "Hätte ich sechsmal die Chance gehabt, sie aber wegen eigener Schlamperei sausen lassen, würde ich jetzt richtig stinkig auf mich sein." Trotzdem will er sich nicht auf die faule Haut legen: "Man muss immer an sich selbst arbeiten. Es ist nicht wie in den vergangenen Jahren, in denen ich immer in ein Traumauto eingestiegen bin, alles makellos und perfekt war. Ich muss hart arbeiten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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