Für John Watson ist Nico Rosberg der komplettere Fahrer

Formel 1 2014

— 11.06.2014

Watson: Rosberg ist der komplettere Fahrer

John Watson analysiert das Teamduell bei Mercedes: Was ihn an Nico Rosberg beeindruckt und warum er Lewis Hamilton rät, Taten sprechen zu lassen



Wohl kaum jemand zweifelt ernsthaft daran, dass der WM-Titel in der Formel-1-Saison 2014 zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg ausgemacht wird. Zu dominant ist die Vorstellung der Mercedes in dieser Saison, zu groß bereits der Vorsprung der beiden Silberpfeil-Piloten auf die Konkurrenz. Umso mehr rückt das Duell der beiden Fahrer, welches beim Großen Preis von Monaco schon einmal teils dramatische Züge annahm, in den Mittelpunkt.

Nach Meinung vieler Experten ist dabei Hamilton vom reinen Speed her im Vergleich zu Rosberg der schnellere Fahrer. Dieser Ansicht ist auch der ehemalige Formel-1-Piloten und TV-Experte John Watson. "Jeder weiß, dass er einen brillanten natürlichen Speed hat, alles war man braucht, um schnell zu sein", sagt der Brite gegenüber 'GPUpdate.net'. Doch der schnellere muss unter dem Strich nicht zwangsläufig der bessere Pilot sein.

In der Gesamtbetrachtung liegt bei Watson nämlich Rosberg vorne. "Was die beiden betrifft, ist Nico aber der komplettere", sagt fünfmalige Grand-Prix-Sieger. "Er mag vielleicht nicht der Schnellste auf der Welt sein - auch wenn er in bei den Grands Prix Monaco und Kanada das Gegenteil bewiesen hat - aber er versteht es, seine Stärken effizient und produktiv einzusetzen", beurteilt Watson den Deutschen.

Der hat nach dem Ausfall von Hamilton in Kanada nun in der WM-Wertung wieder deutlich die Nase vorne, womit der Brite unter Zugzwang steht. "Lewis muss die nächsten vier Rennen gewinnen, aber das wird nicht einfach", meint Watson. "Rosbergs Performance bei den vergangenen beiden Grands Prix war sehr beeindruckend."

Auch Abseits der Rennstrecke sieht Watson bei Hamilton noch gewissen Steigerungsbedarf. So stieß auch dem 68-Jährigen ein Interview Hamiltons sauer auf, in dem er Rosberg indirekt seine wohlhabende Herkunft zum Vorwurf machte. "Lewis ist ein emotionaler Mensch, der sein Herz auf der Zunge trägt. Seine Herkunft ins Spiel zu bringen, hat ihm nicht geholfen", meint Watson.

Der Brite hat daher für seinen jungen Landsmann folgenden Ratschlag:"Er sollte denken und nicht reden und vielmehr seine Leistungen auf der Strecke für sich sprechen lassen. Das kann er besser."

Fotoquelle: xpbimages.com

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