Adrian Newey macht sich Sorgen um die Zukunft der Formel 1

Formel 1 2014

— 12.06.2014

Motorenregeln: Newey wittert "ernste Gefahr" für die Formel 1

Red Bulls Chefingenieur Adrian Newey blickt mit Bauchschmerzen auf das Einfrieren der Motoren: Hat ein Hersteller einen Vorteil, dann könnten alle anderen aufgeben



Seit der Einführung der neuen Regeln in dieser Saison kommt es in der Formel 1 vor allem darauf an, den richtigen Motor zu haben. Während die Mercedes-Teams das augenscheinlich beste Aggregat in ihrem Auto wissen, kann die Konkurrenz von Renault und Ferrari derzeit nicht mithalten. Schon jetzt besitzen die Mercedes-Kunden vor allem in Sachen Topspeed einen großen Vorteil, und Red-Bull-Chefingenieur Adrian Newey fürchtet, dass dieser ewig so bleibt, wenn die Motoren Schritt für Schritt eingefroren werden.

"Es besteht eine ernste Gefahr durch das schrittweise Einfrieren in den kommenden 18 Monaten", erklärt der Brite gegenüber 'Autosport', "weil es nicht ersichtlich ist, was passieren wird, wenn ein Hersteller einen Vorteil hat." Newey fürchtet, dass einige Teams der Formel 1 den Rücken kehren könnten, wenn ein Hersteller einen Vorteil "für immer" besitzt.

"Für mich erscheint es derzeit keine besonders zufriedenstellende Situation zu sein", so das Design-Genie weiter. "Die Regularien müssen noch einmal grundlegend überdacht werden meiner Meinung nach." Newey hält die Formel 1 derzeit für viel zu motorenlastig, auch wenn sich das im Laufe der Zeit geben werde, sagt er. Aktuell hat sein Red-Bull-Team gegen die Mercedes-Übermacht kaum eine Chance. Der Sieg im Rennen von Kanada kam nur zustande, weil Mercedes mit Zuverlässigkeitsproblemen kämpfte.

Es ist kein Geheimnis, dass Renault in Sachen Performance noch zurückhängt, doch aufholen wird immer schwieriger, da die Motoren innerhalb der nächsten 18 Monate immer stärker eingefroren werden. Schon zu Beginn des Jahres musste man eine homologierte Version abgeben, die nur für die Verbesserung der Zuverlässigkeit geändert werden darf. Gewisse Teile darf man aber weiterhin neu designen, allerdings werden mit der Zeit immer mehr Komponenten eingefroren, was den Spielraum für die Hersteller verkleinert.

Ein Blick in den WM-Stand verdeutlicht die aktuelle Dominanz der Mercedes-Teams. Alle acht Fahrer mit einem Mercedes-Aggregat im Heck liegen unter den Top 11 der Weltmeisterschaft. Lediglich drei Piloten - Daniel Ricciardo, Fernando Alonso und Sebastian Vettel - können in diese Phalanx eindringen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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