Jan Magnussen kann seinen Sohn nur zu einigen Rennen begleiten

Formel 1 2014

— 12.06.2014

Jan Magnussen "unheimlich stolz" auf Filius Kevin

Jan Magnussen blickt auf den Formel-1-Einstieg seines Sohnes Kevin und verrät, wie er ihm als Vater bei der Herausforderung Formel 1 helfen kann



Mit seinem zweiten Platz beim Großen Preis von Australien schrieb Kevin Magnussen Formel-1-Geschichte. Ein solch erfolgreicher Einstand in die Königsklasse war zuletzt 18 Jahre zuvor Jacques Villeneuve an gleicher Stelle in Melbourne gelungen. Nebenbei erzielte Magnussen damit das beste Resultat eines Dänen in der Formel 1. Auch mit drei Monaten Abstand ist Magnussens Vater Jan von dieser Leistung seines Filius immer noch ganz beseelt.

"Ich bin natürlich unendlich stolz", sagt er am Rande der 24 Stunden von Le Mans, wo Jan Magnussen an diesem Wochenende als Werksfahrer für Corvette im Einsatz ist, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Australien war ein fantastisches Debüt für ihn. Gleichzeitig war es ein bisschen unwirklich. Es zeigte einfach, wie gut McLaren auf das erste Rennen der Saison vorbereitet war", so Magnussen Senior.

Doch nach dem traumhaften Einstand folgte für Kevin Magnussen wie für das gesamte McLaren-Team der Absturz. "Inzwischen haben die anderen aufgeholt und sie (McLaren; Anm. d. Red.) kämpfen darum, in den Punkterängen zu landen", hält Jan Magnussen fest. Die Lernphase seines Sohnes habe darunter aber nicht gelitten. "Kevin entwickelt sich prächtig und bringt sich im Team sehr gut ein. Wir werden sehen, wie es weitergeht."

Nächster Formel-1-Besuch erst in Monza

"Ich denke, es geht bei McLaren in die richtige Richtung, aber bei dem Entwicklungstempo, das in der Formel 1 von allen an den Tag gelegt wird, ist es natürlich sehr schwierig, aufzuholen", meint Jan Magnussen. "Daher glaube ich, dass es schwierig werden dürfte, noch in diesem Jahr aus eigener Kraft um Podestplätze zu kämpfen." Doch langfristig sieht er seinen Sohn bei McLaren gut aufgehoben. "Für die Zukunft tut sich einiges. Im nächsten Jahr stehen sie mit Honda vor einer komplett neuen Situation."

Doch wird der 21-Jährige dann überhaupt noch bei McLaren fragen? Das kann oder will Vater Jan nicht sagen. "Auf diese Frage habe ich keine Antwort (lacht; Anm. d. Red.)." Auch zum Verbleib von Teamkollege Jenson Button bei McLaren kann Jan Magnussen nur wenig erhellendes Beitragen. "Ob Jenson bleibt oder geht, kann ich nicht genau beurteilen. Ich persönlich sehe aber nichts, was gegen einen Verbleib sprechen würde. Er zeigt gute Leistungen und kommt mit allen im Team bestens aus. Hinzu kommt, dass er schon in der Vergangenheit eine enge Bindung zu Honda hatte", erinnert er an Buttons Zeit als Honda-Werksfahrer.

Doch zurück zu dieser Saison. In der steht Jan Magnussen vor einem Dilemma. Denn aufgrund seiner Corvette-Einsätze in Nordamerika kann er seinem Sohn nur bei einigen Grands Prix vor Ort die Daumen drücken. "Ich war in Malaysia, Barcelona und Monaco. Leider wird es das nächste Mal erst in Monza wieder klappen, weil sich unsere Rennkalender überschneiden. Ich hoffe, dass ich auch beim Grand Prix der USA vor Ort sein kann. Abu Dhabi habe ich auf jeden Fall fest eingeplant", gibt Jan Magnussen einen Einblick in seine Reiseplanung.

Ratschläge von Vater zu Sohn

Bei seinen Besuchen vor Ort steht Jan Magnussen seinem Sohn natürlich mit Rat und Tat zur Seite. "Wenngleich meine eigenen Erfahrungen in der Formel 1 nicht die besten waren, so gibt es dennoch den einen oder anderen Erfahrungswert, den ich an ihn weitergeben kann", blickt er auf seine eigene, wenig erfolgreiche Formel-1-Karriere zurück. Bei 25 Grands Prix fuhr Jan Magnussen nur einmal in die Punkteränge.

Generell hält sich Vater Magnussen eher im Hintergrund. "Ich bin nicht sein Coach und habe auch sonst keinen direkten Job in Bezug auf Kevins Karriere", sagt er. "Wenn ich ihm irgendwie helfen kann, dann tue ich das natürlich. Sämtliche Ratschläge, die ich ihm gebe, passieren aber aus meiner Vaterrolle heraus. Wenn mir etwas auffällt, dann sage ich ihm das. Das sind ganz normale Tipps, die ein Vater seinem Sohn gibt", so Jan Magnussen. "Generell muss man sagen, dass er sich bei McLaren in sehr guten Händen befindet. Dort wollen alle nur das Beste für ihn. Das beruhigt mich sehr."

Fotoquelle: xpbimages.com

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