Gene Haas: Ein bisschen europäisches Knowhow darf es aber auch sein...

Formel 1 2014

— 15.06.2014

Der amerikanische Traum: Haas setzt voll auf US-Power

Gene Haas glaubt an die Ressourcen in den USA und will sowohl beim Standort wie auch im Kernpersonal patriotisch bleiben - Wann kommen erste Sponsoren?



Gene Haas hat mit der Ankndigung seines neuen Formel-1-Teams fr viel Wirbel gesorgt. Nicht unbedingt, weil er mit seinem Projekt Haas Formula an der Knigsklasse teilnehmen will, sondern weil er sein Team amerikanisch gestalten will - inklusive einer Basis in Kannapolis in North Carolina. Viel zu weit weg, sagen die Kritiker. Ohne europische Basis gehe nichts. Auerdem habe Amerika und die Formel 1 sowieso noch nie zusammengepasst.

Doch Haas geht unbeirrt seinen Weg. Er glaubt an seinen Traum von einem amerikanischen Formel-1-Team, mit amerikanischem Standort, amerikanischen Ingenieuren und vielleicht sogar einem amerikanischen Fahrer. "Amerika hat unglaubliche Ressourcen. Amerikaner sind sehr kreativ, sie gehren zu den Besten, daher planen wir nicht, nur auf europische Ressourcen zu setzen", erklrt der 61-Jhrige gegenber 'formula1.com'.

"Das wird ein amerikanisches Team sein, mit amerikanischen Leuten an der Spitze", so Haas weiter, der allerdings auch einiges Personal aus anderen Lndern mit Formel-1-Erfahrung akquirieren mchte. Auch an seiner Idee, die Geschicke von der heimischen Basis in Kannapolis aus zu leiten, hlt der Amerikaner fest. Doch auch hier geht es nicht ganz ohne einen auslndischen Touch: "Wir planen, eine kleine Station in Europa zu unterhalten, wo unsere Autos aufpoliert werden, und wo an ihnen gearbeitet wird."

"Aber die Haupteinrichtungen fr Bau und Design werden in Kannapolis sein", betont er. Dass die Basis fernab der anderen Einrichtungen der Formel-1-Teams, die sich hauptschlich in England und Italien befinden, sein wird, hlt Haas im brigen nicht fr einen Nachteil: "Ich denke, in Zeiten der Kommunikation kann so viel ber Internet gemacht werden", winkt er ab.

Das Sponsorendilemma

Doch das nchste Problem steht fr Haas schon vor der Tr. Zwar hat sich der Unternehmen mit der Verzgerung seines Einstiegs auf 2016 ein wenig Zeit verschafft, dennoch drngen wichtige Angelegenheiten auf einen Vollzug. Zum Beispiel sollte ein guter Sponsor gefunden werden, der dem Team beim Aufbau helfen kann, will man nicht wie das gescheiterte Projekt USF1 enden. "Wir sprechen natrlich mit Sponsoren, aber die Sponsoren werden nicht kommen, bis sie ein Auto zu sehen bekommen", erklrt er das Dilemma, das ein wenig an die Frage mit dem Huhn oder Ei erinnert.

"Zu sagen, dass wir Rennen fahren wollen, wird nicht reichen. Niemand wird aufgrund dieser Tatsache unterschreiben", wei er. "Aber meine Intention ist zu beweisen, dass wir das knnen - und dann werden wir Partner nach Geld fragen." Haas meint, er fhle sich nicht wohl, wenn er Dinge nur versprechen kann: "Ich mchte erst zeigen, dass wir es knnen. Wir knnen Formel 1 mit und ohne Sponsor", macht er sich vorerst noch keine Sorgen.

Formel 1 und Maschinenbau - "Das passt!"

Doch auch wenn das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, trumt Haas schon von der Zukunft. krzlich verriet er 'Motorsport-Total.com', dass er mit dem Einstieg in die Formel 1 sein Unternehmen Haas Automation zu einer Premium-Marke machen wolle - hnlich wie es Red Bull geschafft hat, die allerdings auch vorher bereits weltbekannt waren. "Die Schnheit des Projektes ist fr mich, ein Geschft zusammenzustellen - und es mit meinen Werkzeugmaschinen zu kombinieren", besttigt er.

"Das ist mir sehr wichtig. Ohne Zweifel passen Werkzeugmaschinen und Rennsport hervorragend zusammen. Das ist ein gutes Marketing. Es geht um Markenassoziation, und ich denke, unsere Marke kann wirklich durchstarten." Doch dazu muss auch sein Formel-1-Team richtig durchstarten. 2016 soll es endlich so weit sein.

Fotoquelle: xpbimages.com

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