Toto Wolff erklärt, dass ein drittes Auto nicht allzu teuer wäre

Formel 1 2014

— 16.06.2014

Wolff: Drittes Auto für nur 10 Prozent des Budgets

Sollte das Starterfeld der Formel 1 künftig schrumpfen, wäre ein Drittwagen je Team vorstellbar - Mercedes-Sportchef Toto Wolff wäre allerdings eher dagegen



Gefühlt die halbe Formel 1 hat in dieses Zeiten Finanzsorgen. So wäre es durchaus im Bereich des Möglichen, dass Teams wie etwa Caterham nach der aktuellen Saison den Stecker ziehen. Doch nicht nur das Tabellenschlusslicht kämpft ums Überleben. Was, wenn ein Teamsterben einsetzen würde und plötzlich nur noch 18 oder weniger Autos antreten würden? Gene Haas kommt mit seinem neuen Team schließlich erst 2016.

Eine vorstellbare Lösung, um zu verhindern, dass die Königsklasse nicht zu klein wird, wäre die Einführung eines dritten Autos pro Team. Beispielsweise könnte man sich darauf verständigen, nur vielversprechende Rookies im Extraboliden einsetzen zu dürfen, wodurch eigentlich alle profitieren könnten: Für die großen Teams wäre es eine willkommene Gelegenheit, eigene Talente auszuprobieren. Kleine Rennställe hingegen könnten ihr drittes Cockpit an Paydriver verkaufen, um womöglich eine zweistellige Millionensumme einzustreichen.

"Wenn das Feld irgendwann auf unter 18 Autos schrumpfen würde, weil wir Teams verlieren, dann sollten wir uns von Grund auf Gedanken machen, was wir tun könnten, um ein stabiles Starterfeld zu haben", meint Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Dabei würde die Teams ein Drittwagen wohl nicht sonderlich teuer zu stehen kommen: "Es ist nicht allzu viel. Es macht vielleicht 10 Prozent unseres Budgets aus, wenn wir ein drittes Auto unterhalten würden."

Dennoch würden sich auch andere Konsequenzen durch eine derartige Neuregelung einstellen, die Mercedes nicht gutheißen kann. "Wir wollen eigentlich kein drittes Auto, keinen dritten Red Bull und keinen dritten Ferrari. Dann würdest du anstatt in den Top 10 plötzlich in den Top 20 landen. Das sollte nicht das Ziel sein." Im Falle eines Teamsterbens müsse man gründlich diskutieren: "Das ist eine Entscheidung, die man mit äußerster Sorgfalt treffen muss."

Fotoquelle: xpbimages.com

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