Marco Mattiacci soll die Scuderia wieder auf Vordermann bringen

Formel 1 2014

— 18.06.2014

Ferrari: Mangelnde Zusammenarbeit als Schwachstelle?

Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci über die Ansatzpunkte auf dem möglichen Weg zurück an die Formel-1-Spitze: Strukturen stimmen, Zusammenarbeit nicht immer



Der vergangene Grand Prix von Kanada in Montreal hat den Verantwortlichen bei Ferrari große Ernüchterung beschert. Mit großem Aufwand hatte das Team in Maranello neue Updates für den F14 T produziert, aber die Performance wurde nicht sichtbar besser. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo wirkt mit seinen ständigen Aufrufen zu maximalem Einsatz fast hilflos, man wartet auf ein Wunder, das der neue Teamchef Marco Mattiacci realisieren soll.

"Es gibt viel Arbeit zu erledigen, aber es geht schon in die richtige Richtung", so der Domencali-Nachfolger, der ohnehin eher die langfristigen Ziele im Blick hat. "Ich stehe im engen Dialog mit meinen Kollegen. Wir sind uns alle einig, dass wir uns verbessern müssen. Die Motivation ist auf einem guten Level", zeigt sich der ehemalige Verantwortliche für den Ferrari-US-Markt im Gespräch mit 'Autosport' zuversichtlich. Mattiacci bekommt viel Hilfe von Montezemolo und gut gemeinte Ratschläge von außen.

Ex-Formel-1-Teamchef Flavio Briatore hatte beispielsweise behauptet, Ferrari müsse einen Standort in Großbritannien eröffnen, um gutes Personal zu bekommen und somit konkurrenzfähiger werden zu können. Bei der Scuderia ist in Maranello alles unter einem Dach - Fahrzeug- und Antriebsentwicklung. Mercedes geht beispielsweise einen anderen Weg. Die Abteilungen sind getrennt. Man baut das Auto in Brackley, die Antriebe in Brixworth.

"Wenn man alles an einem Standort hat, ist man nicht zwangsläufig schneller", meint Matticacci auf die Frage, ob die Ferrari-Struktur nicht grundsätzlich entscheidende Vorteile böte. "Es geht nicht unbedingt um das Tempo von Entscheidungsprozessen, sondern es geht darum, wie die Leute miteinander kooperieren. Es ist nicht so, dass Teams, die ihre Entwicklung auf zwei Standorte verteilt haben, diesbezüglich langsamer sind. Wir arbeiten daran. Wir müssen schlagkräftiger werden, müssen schneller reagieren können. Dafür braucht es eine bessere Integration."

Fotoquelle: xpbimages.com

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