Romain Grosjean ist sich seiner Möglichkeiten in Spielberg nicht sicher

Formel 1 2014

— 19.06.2014

Lotus-Fahrer: Einer sagt so, der andere so

Pastor Maldonado und Romain Grosjean sind sich bezüglich der Chancen in Spielberg nicht einig: Geht der E22 endlich gut durch die Ecken?



Lotus hat nach zwei soliden Auftritten in Spanien und Monaco beim vergangenen Rennen in Montreal einen erneuten Rückschlag erlebt. Beide E22 fielen frühzeitig aus, es war die fünfte Nullnummer des Jahres. "Ich hoffe, dass es hier besser läuft. Es ist schwierig zu sagen, weil wir noch nicht auf der Strecke waren. Ich persönlich war noch nie zuvor hier", meint Romain Grosjean vor dem Rennen im österreichischen Spielberg.

"Es ist knifflig. Es gibt ein paar Geraden, wo du wenig Luftwiderstand haben willst, aber in den mittelschnellen bis schnellen Ecken brauchst du ausreichend Abtrieb. Wir müssen mal schauen, was wir für ein Setup wählen", sagt der Genfer. "Ich hoffe, dass wir ein paar Fortschritte machen konnten. Wichtig ist, dass wir in den langsamen Passagen besser werden. In den schnelleren Bereichen sollten wir recht gut sein."

"In Monaco haben wir ein nachhaltiges Warnsignal bekommen. Dort ist uns klar geworden, dass wir in langsamen Ecken nicht so gut sind wie wir sein sollten", berichtet Grosjean. Bei Lotus wartet man auf Fortschritte seitens Renault. Man ist sicher, den gleichen Stand wie Red Bull zu erhalten. "Es gibt ein paar Updates bezüglich der Software. Erst später im Jahr gibt es umfangreichere Verbesserungen. Hier wird das große Thema sein, wie man die Turbotriebwerke in dieser Höhenlage betreibt."

Maldonado: Null Punkte, aber voller Optimismus

"Wenn wir in allen Bereichen alles richtig machen, dann können wir hoffentlich ein paar Punkte mitnehmen", zeigt sich Grosjean nur sehr vorsichtig optimistisch. "Ich denke, dass wir hier gut aussehen können - besser als normal", denkt Teamkollege Pastor Maldonado offenbar ganz anders. "Vor zehn oder elf Jahren war ich schon mal hier, als ich damals in den Nachwuchsserien begonnen habe. Das war mit der Formel Renault und ich stand hier auf dem Podest. Die Strecke ist klasse. Es gibt ein paar Überholstellen. Es wird nicht ganz so einfach wie in Kanada, aber mit etwas Risiko kann man hier etwas ausrichten."

"Am Ausgang der ersten Ecke gibt es neuerdings einen sehr hohen Randstein. Früher haben wir uns dort weit hinaustragen lassen. Die Boxeneinfahrt ist ganz anders als früher. Man hat sie etwas vorgezogen. Die ganze Anlage sieht spektakulär aus. Es wird ein tolles Wochenende für die Formel 1 und alle Fans", sagt der Venezolaner, der 2014 noch keinen WM-Punkt eingefahren hat. "Wir werden Vollgas geben. Ich denke, dass wir hier in Punkte kommen können. Dafür muss uns aber ein fehlerfreies Wochenende gelingen."

"Wir sind nicht das einzige Team, das manchmal technische Probleme hat oder im Rennen einen Fehler macht. Wir hatten Problem, große Probleme sogar. Aber wir haben ein gutes Team", lobt Maldonado die Mannschaft aus Enstone. "Mal war das Auto nicht gut, mal gab es Probleme mit dem Antrieb, mal waren auch wir im Cockpit nicht unschuldig - es gibt nicht nur einen einzigen Grund, warum wir in der aktuellen Situation stecken."

"Wir werden wieder nach vorn kommen", so der kämpferische Südamerikaner. Bei Lotus ist Geduld gefragt. Man bringt kaum neue Entwicklungen mit nach Österreich, will aber zumindest den E22 besser verstehen lernen - und somit das Potenzial besser ausschöpfen. "Irgendwann werden wir wieder um gute Punkte kämpfen können. Es kommen noch viele Rennen. Wenn wir ab jetzt bis Saisonende konsequent arbeiten, dann werden wir noch an einigen Teams in der WM vorbeiziehen", meint Maldonado.

Fotoquelle: xpbimages.com

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