Sergio Perez ist über die Entscheidung der Stewards nicht begeistert

Formel 1 2014

— 20.06.2014

Perez von Unfall-Urteil "ziemlich enttäuscht"

Sergio Perez akzeptiert die Beibehaltung seiner Strafe, auch wenn er nicht glücklich darüber ist - Zwischen dem Mexikaner und Felipe Massa herrscht weiter Funkstille



Der Einspruch hat nichts genutzt. Vor wenigen Augenblicken entschieden die Stewards um Le-Mans-Ass Tom Kristensen, dass Sergio Perez seine fünf Startplätze Strafe nach dem Unfall mit Felipe Massa behält und am Sonntag am Red-Bull-Ring von weiter hinten aus ins Rennen gehen muss. Die Hoffnung, dass die Rennkommissare die Bestrafung noch einmal revidieren würden, zerplatzte somit, was der Mexikaner nicht verstehen kann.

"Ich bin ziemlich enttäuscht", erklärt der Force-India-Pilot nach der Anhörung am Freitag. Dabei hatte man sich im Team von Vijay Mallya echt Mühe gegeben: "Wir waren da, um alle Beweise vorzulegen - Daten, Linien, Fotos - die wir in Montreal nicht zeigen konnten. Wir waren ziemlich zuversichtlich, dass wir die Beweise haben, und die Kommissare schienen ziemlich vernünftig zu sein und uns in gewissem Maße zuzustimmen", erklärt Perez weiter.

Doch nach Auswertung aller Daten und dem Anhören der Meinungen von Perez und Unfallgegner Felipe Massa, der ebenfalls vorgeladen war, stimmten die Stewards der Meinung der Kollegen vom Kanada-Grand-Prix zu. Eine Begründung hätten die Stewards nicht gegeben: "Nein. Sie haben nur die Mitteilung rausgegeben, dass sie ihre Meinung nicht geändert haben", erklärt Perez.

Doch in der Meldung der FIA war eine offizielle Urteilsbegründung enthalten: In der Begründung heißt es, dass Perez sich bei seinem Argument auf Artikel 20.4 des Sportlichen Reglements bezogen hat, was ihm das Recht sichert, beim Verteidigen die ganze Strecke nutzen zu dürfen. "Trotzdem war den Stewards klar, dass das Verteidigen der Position in der Bremszone stattgefunden hat. Artikel 20.4 spezifiziert, dass die ganze Strecke nur vor der Bremszone zum Verteidigen genutzt werden darf", heißt es weiter. Perez habe sich nicht verteidigen dürfen, wie er es getan hat.

Für Perez ist die Sache damit abgehakt: "Wir müssen nach vorne blicken, und morgen wird es schon weh tun, fünf Plätze nach hinten versetzt zu werden, weil das Überholen sehr schwierig ist", hadert er mit den Auswirkungen für Sonntag. Dass ausgerechnet ab Spielberg Strafen nicht mehr so streng untersucht werden sollen, kommt ihm etwas seltsam vor: "Leider haben sie jetzt die Regel geändert, dass man jetzt härter kämpfen kann. Das kommt für uns ein wenig zu spät", seufzt er.

"Es wird nicht viel verändern. Wir müssen sehen, wie es in Zukunft wird", so der Mexikaner weiter. Er hofft, dass dann ein Fahrer nicht mehr bestraft wird, wenn beide Parteien zum Unfall beigetragen haben. "Ich glaube nicht, dass es fair für den Sport und die Fans ist, einen Fahrer zu bestrafen", sagt er. Übrigens: Auch wenn Massa anwesend war, ein klärendes Gespräch habe es zwischen den beiden Streithähnen nicht gegeben: "Wir haben unser Urteil abgegeben, was passiert ist. Mehr nicht."

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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