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Formel 1 2014

— 22.06.2014

Ferrari klettert in den Bergen: "Bestes Rennen der Saison"

Für Fernando Alonso war Platz fünf das Optimum des heutigen Tages, doch Kimi Räikkönen wurde Opfer des Autos und der Strategie



"Ich denke, dass ich es als mein bestes Rennen der Saison bezeichnen kann", sagt Fernando Alonso nach dem Rennen in Spielberg. Doch der zweifache Weltmeister hat weder das Rennen gewonnen, noch stand er auf dem Podest oder konnte seine Position aus dem Qualifying verteidigen. Doch der fünfte Platz fühlt sich für den Spanier trotz aller Umstände ganz besonders an: "Nur 18 Sekunden hinter Mercedes ohne Safety-Car oder besondere Zwischenfälle ins Ziel zu kommen, ist ein gutes Resultat."

"Es war unmöglich für mich, Hamilton hinter mir zu halten, und der fünfte Platz ist wirklich das Beste, was wir heute hätten erreichen können", zeigt sich der Ferrari-Pilot mit der optimalen Ausbeute zufrieden. Der Asturier muss zugeben, dass mit Mercedes und Williams vier Autos einfach schneller waren als er. "Dafür haben sie es auch verdient, vor uns ins Ziel zu kommen."

Doch immerhin habe er sein Rennen heute ohne Probleme durchfahren können, was Alonso schon einmal als Erfolg für seine gebeutelte Scuderia wertet. "Natürlich haben wir noch einen weiten Weg für uns, aber das Ziel ist weiterhin, gut zu fahren und Punkte zu holen. Jede Strecke ist eine andere Geschichte, und wir geben immer unser Bestes."

Räikkönen stoppt zu spät

Weniger problemfrei lief das Rennen für seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen. Der Iceman bekam von seinem Dienstgefährt nicht die Leistung und das Handling, das er sich erwartet hatte, und fand sich am Ende nur auf dem zehnten Rang wieder. "Ich habe am Start einen Platz gutgemacht, aber schon in der zweiten Runde bekam ich Probleme mit überhitzenden Bremsen, wodurch ich langsam machen musste."

"Zum Zeitpunkt meines ersten Boxenstopps waren meine Reifen schon komplett runtergefahren, und ich habe allein in meiner In-Lap zwei Positionen verloren. Wir hätten definitiv eher stoppen sollen", kann er im Nachhinein ganz einfach erklären. "Verglichen mit dem Start der Saison wurden Fortschritte erzielt, doch es gibt noch eine Menge zu tun, da unser Speed uns immer noch nicht ermöglicht, um die Spitzenplätze zu kämpfen."

Um diese würde auch Alonso gerne wieder fahren. Dass der Spanier heute bester Nicht-Mercedes war und seine Reputation weiter hochhielt, interessiert ihn nur am Rande und würde er gerne gegen sportlichen Erfolg tauschen: "Man bekommt Respekt von den Fahrern, den Teamchefs und den Fans, aber ich hätte lieber keinen Respekt und würde dafür lieber mehr Trophäen gewinnen."

Schwachpunkt Supersoft

Doch auch heute bekam Alonso wieder nur die Goldene Ananas, weil Mercedes aktuell nicht zu knacken sei. Besonders nach dem Start musste er feststellen, dass die Silberpfeile vor ihm gnadenlos wegziehen konnten: "Der Unterschied zwischen den beiden Autos war unglaublich. Wenn sie das ganze Rennen so fahren könnten, würden die jeden überrunden - aber sie können es nicht die ganze Zeit."

Technikchef Pat Fry sieht aber noch andere Gründe für den fehlenden Speed: "Nach einem guten Start hatten Kimi und Fernando große Probleme auf den Supersofts, weil Graining ihre Pace verlangsamt hat. In diesem Stint ist die Lücke zu den Mercedes-Fahrzeugen angewachsen, die auf den drei langen Geraden das Meiste aus ihrer überlegenen Power geholt haben." Im zweiten und dritten Stint habe man hingegen bewiesen, dass man zu den schnellsten Autos gehöre, betont Fry.

"Jetzt müssen wir auf das nächste Rennen in Silverstone schauen, das komplett anders ist als dieses hier. Wir können erwarten, dass die Red Bull dort wieder zurück in Form sind. Wie üblich werden wir versuchen, um im Kampf dabei zu sein und unser Auto so gut wie möglich auf die neue Herausforderung vorzubereiten", so Fry abschließend.

Fotoquelle: xpbimages.com

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