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Formel 1 2014

— 23.06.2014

Renault demütig: Reinknien für Red Bull

Technikchef Rob White hat Verständnis für den Dauerfrust bei Nummer-eins-Partner Red Bull, wiederholt aber nur oft getätigte Versprechen



In der Traumehe zwischen Red Bull und Renault kriselt es heftig. Der Österreich-Grand-Prix am Wochenende sollte nach einem schwierigen Start in die Hybrid-Ära der Formel 1 Gradmesser für die Fruchtbarkeit der Zusammenarbeit sein - er wurde dank Technikdefekt und Gurkenauto zu einem Debakel. Ziehen die Verantwortlichen in Milton Keynes Eindrücke aus Spielberg wirklich maßgebend zu Rate, wenn es um die gemeinsame Zukunft geht, dann lässt das sicher nichts Gutes vermuten.

Im Renault-Lager zeigt man sich einsichtig: Rob White versteht, dass Red-Bull-Teamchef Horner nach dem sportlichen Desaster beim vom Brausehersteller groß inszenierten Heimspiel bedient war: "Vor diesem Hintergrund sind Besorgnis und Frustration, die Christian verspürt, nachdem das Resultat nicht das volle Potenzial des Autos und des Antriebsstrangs widerspiegelte, völlig verständlich. Wir teilen das", erklärt der Technikchef der Franzosen. Diese Worte fallen so oder so ähnlich nicht zum ersten Mal.

Passiert ist bisher wenig. Der RB10 ist - wie der Vorfall am Auto von Sebastian Vettel zeigte - weiter unzuverlässig und dazu auf der Geraden insbesondere im Vergleich zur Mercedes-Konkurrenz nicht konkurrenzfähig. Davon kann sein Teamkollege Daniel Ricciardo seit Sonntag ein Lied singen. White lobt lieber die Entwicklung seit dem Jerez-Test Ende Januar, als Red Bull praktisch gar nicht rollte. Er verspricht, dass sich sein Arbeitgeber bedingungslos den Fortschritten beim Formel-1-Projekt verschreibt.

"So schnell, wie wir nur können", betont White. Der Brite betont, dass Renault nicht über Nacht die Kompetenz abhanden gekommen sei: "Wir bleiben sicher, dass wir die Erwartungen Christians und Red Bulls erfüllen können. Wir müssen uns zusammen und jeder einzeln reinknien." Das heißt in einem ersten Schritt: Fehleranalyse. Die ist offenbar noch nicht weit fortgeschritten: "Natürlich ist es immer schwierig, in der Hitze des Gefechts nach einem schlechten Resultat", tastet sich White vor, wenn es um den Defekt am Vettel-Auto geht.

Die Sache will er erst zu einem späteren Zeitpunkt kommentieren: "Ich weiß nur begrenzt über den Vorfall Bescheid", hält sich der Technikchef zurück, zeigt sich aber kämpferisch: "Wir müssen in der verbleibenden Zeit weiter jedes Problem beheben, sobald wir es verstanden haben, und dem mit Red Bull erstellten Entwicklungsplan folgen." White betont, dass in dieser Sache beide Parteien der Transparenz verpflichtet und sich in ihren Zielen einig sind. Die Frage ist nur, wie lange noch.

Fotoquelle: xpbimages.com

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