Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat mit Konkurrent Red Bull Mitleid

Formel 1 2014

— 26.06.2014

Wolff im Schafspelz: "Red Bull hat mehr verdient"

Nach dem Grand Prix von Österreich kommen ruhige Töne aus der Mercedes-Garage - Toto Wolff hätte Red Bull ein besseres Ergebnis gewünscht



"Silver Arrow: Verleiht Flügel", frotzelte selbst Mercedes in einer Werbeanzeige und der stählerne Bulle, der über den Kurs von Spielberg ragt, trug am Sonntagabend gar einen Mercedesstern als Nasenschmuck. Mit dem Doppelerfolg beim Grand Prix von Österreich haben Nico Rosberg und Lewis Hamilton nicht nur zum sechsten Mal in dieser Saison ihre Ambitionen zur Wachablösung des amtierenden Weltmeisters Red Bull unterstrichen, sie haben es auch noch auf deren Heimstrecke getan, was Grund genug für allerlei Sticheleien war.

Die kunstvollen Siegertrophäen gingen in Spielberg erneut an die Silberpfeile, während Red Bull einen erneuten Ausfall von Sebastian Vettel und lediglich einen achten Platz für Daniel Ricciardo verkraften musste. Das Unglück der Heimmannschaft hätte also die Kirsche auf dem Erfolg der derzeitigen WM-Führenden sein können.

Doch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff rudert nun zurück. Den Konkurrenzgedanken hält er gerne aufrecht, von Schadenfreude will er sich allerdings abgrenzen: "Die Formel 1 braucht Auseinandersetzungen und große Kämpfe, aber das bedeutet nicht, dass wir uns besser fühlen, weil wir gerade auf dem Red-Bull-Ring gewonnen haben."

Der Österreicher Wolff ist selbst viel zu dankbar über den Event an sich, als dass er sich zu bösen Worten über den Mitwettbewerber hinreißen lassen würde: "Wir müssen den Hut davor ziehen, was Red Bull in Spielberg geschaffen hat. Es war ein faszinierendes Rennen, die Infrastruktur war ausgezeichnet und jeder war der Meinung, dass es eine Ehre war, vor so einem Publikum fahren zu dürfen."

Der Auftritt vor den heimischen Fans ging für Red Bull allerdings ordentlich in die Hose und nach eigenen Angaben sind die 4,3 Kilometer von Spielberg nicht einmal ein Umlauf, der dem RB10 liegt. Auf der Strecke konnte das viermalige Weltmeister-Team also keine Werbung für sich machen. "Das sollte dir bei deinem Heim-Grand-Prix nicht passieren", findet Wolff. "Sie hätten ein besseres Resultat verdient. Das war auch für die Formel 1 nicht gut."

Fotoquelle: xpbimages.com

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