Wie geht es mit dem Caterham-Rennstall in der Formel 1 weiter?

Formel 1 2014

— 27.06.2014

Fernandes verabschiedet sich - Caterham verkauft

Tony Fernandes, der sich via 'Twitter' verabschiedete, hat nicht mehr die Kontrolle über den Caterham-Rennstall - Neue Eigentümer aus dem arabischen Raum



Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat das Caterham-Team den Besitzer gewechselt und ist damit nicht mehr in den Händen von Caterham-Boss Tony Fernandes. Dies stimmt mit dessen heutigen Postings auf 'Twitter' überein, wo sich der in den sozialen Netzwerken überaus aktive Malaysier mit viel Pathos verabschiedet hat.

"Die Formel 1 hat nicht funktioniert", twitterte Fernandes heute Morgen. "Ich werde heute meinen 'Twitter'-Account schließen. Wagt es, zu träumen, glaubt das Unglaubliche und akzeptiert kein Nein als Antwort. Steht hinter dem, woran ihr glaubt, kämpft gegen Unterdrückung und - am allerwichtigsten - genießt das Leben." Abschließend ergänzte er: "Vielleicht kehre ich zurück." Noch sind eine offizielle Bekanntgabe des Teamverkaufs und ein offizieller Käufer ausständig - er soll aber laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' aus dem arabischen Raum stammen.

Turbulente Teamgeschichte

Der Caterham-Rennstall geht ursprünglich aus dem Lotus-Team hervor, das 2010 gemeinsam mit dem damaligen Virgin-Rennstall (heute Marussia) und HRT in die Formel 1 eingestiegen ist. Die drei Teams waren ursprünglich von einer Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro ausgegangen, doch nach Max Mosleys Aus als FIA-Boss wurde dieser Plan nicht umgesetzt. Dadurch fuhren die Teams deutlich hinterher - HRT musste bereits Ende 2012 die Segeln streichen.

Der leidige Rechtsstreit um die Lotus-Namensrechte mit dem Rennstall aus Enstone bereitete Fernandes zusätzliche Probleme, weshalb dieser das Team 2012 in Caterham umbenannte - ein Unternehmen, das ebenfalls zur Unternehmensgruppe des malaysischen Geschäftsmannes gehört, der vor allem durch seine Fluglinie AirAsia bekannt ist.

Ende 2012 zog sich Fernandes aus dem Formel-1-Tagesgeschäft zurück und ernannte den ehemaligen Renault-Mann Cyril Abiteboul als seinen Nachfolger. Der Franzose soll wieder zu Renault zurückkehren und die Motorenabteilung in Viry-Chatillon neu strukturieren.

Kürzliche Rückschläge brachten Fass zum Überlaufen

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' lastet auf Caterham ein Schuldenberg von 20 Millionen Euro. Die Perspektive für die kommende Saison ist dürftig, schließlich sitzt man nach Marussia-Pilot Jules Bianchis neuntem Platz in Monaco in der Konstrukteurs-WM am Ende des Feldes fest, für den man nicht in den Genuss von Bernie Ecclestones TV-Geldern kommen würde.

Auch der einst groß angekündigte Alpine-Deal hat sich nachträglich als Reinfall erwiesen. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' war die Zusammenarbeit mit den Franzosen gleichbedeutend mit einem Preisnachlass bei den Antriebseinheiten für das Formel-1-Team, doch das Joint-Venture wurde kürzlich beendet. Dadurch muss man auch die offenen Rechnungen für die Triebwerke selber zahlen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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