Pirellis Reifen sind in diesem Jahr merklich härter als noch in der Vorsaison

Formel 1 2014

— 02.07.2014

Hembery: Die Reifen sind nicht zu hart

Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery begründet, warum die etwas konservativeren Reifen in diesem Jahr nötig sind - schließlich werden die Autos erheblich schneller



Nachdem Reifenhersteller Pirelli in den vergangenen Jahren immer wieder heftig in die Kritik geraten war, weil so mancher die Gummimischungen zu weich fand, haben sich die Italiener in dieser Saison - auch wegen des höheren Drehmoments - für den sichereren Weg entschieden. Die Pneus sind deutlich härter und halten länger. So ist Pirelli eigentlich kein großes Thema 2014, wenn da nicht doch ein paar kritische Stimmen wären.

Denn immer wieder ist vereinzelt von den Fahrern zu hören, wie schwierig es sei, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Außerdem seien sie in den Kurven zu langsam - schließlich ist die Formel 1 durch das neue Aerodynamik¬-Reglement ohnehin schon langsamer geworden. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery widerspricht diesen Vorwürfen und erklärt die Notwendigkeit der konservativeren Gummimischungen.

"Konservativ ist nicht das richtige Wort, denke ich", lässt er gegenüber 'Sky Sports News' verlauten. "Ich denke, wir mussten einfach einen Schritt zurück machen. Wir konnten sicherlich nicht so aggressiv weitemachen, wie in den vergangenen drei Jahren, als die Teamingenieure Lösungen finden mussten, um überhaupt das Maximum aus den Reifen herauszuholen. Darum hatten wir diese teils dramatisch unterschiedlichen Strategien."

Taktisch wird in dieser Saison deutlich weniger variiert als noch 2013 - für Hembery kein Nachteil: "Dieses Jahr ist es sicherlich deutlich einfacher für die Teams, sie können ihre Strategien fast schon linear planen. Bei der Mehrheit der Rennen haben wir viele ähnliche Strategien gesehen, aber ich denke, das war aufgrund der vielen technischen Veränderungen auch nötig."

Zudem werden die Reifen mit fortschreitendem Saisonverlauf immer mehr gefordert. "Normal verbessern sich die Autos über eine Saison hinweg um etwa zwei Sekunden pro Runde, dieses Jahr sprechen wir von vier Sekunden." Dabei komme ein Großteil von der sich verbessernden Aerodynamik und Kurvenlage der Boliden. "Das hat einen Einfluss auf die Reifen", gibt Hembery zu bedenken, "weshalb wir genau beobachten müssen, wie sich die Performance verändert."

Fotoquelle: xpbimages.com

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