Adrian Sutil glaubt an einen Aufwärtstrend bei Sauber, bittet aber um Geduld

Formel 1 2014

— 03.07.2014

Durchhalteparolen von Sutil: "Ich habe einen langen Atem"

Adrian Sutil zeigt sich von seinem ersten halben Jahr als Sauber-Pilot enttäuscht, gibt die Hoffnung auf Besserung aber nicht auf



Als Adrian Sutil im Winter von Force India zu Sauber wechselte, hatte er große Hoffnungen die neue Saison betreffend. Doch die Realität erweist sich als zäh. Nach acht von 19 Rennen wartet Sutil genau wie das gesamte Sauber-Team noch immer auf den ersten WM-Punkt anno 2014.

Beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone unternimmt man am Sonntag den nächsten Anlauf, endlich die erste Top-10-Platzierung des Jahres an Land zu ziehen. In diesem Zusammenhang hat Sutil einen einfachen Wunsch: Regen. "Das würde helfen. Ich sehe uns im Moment doch ein bisschen stärker im Regen als im Trockenen", sagt der anerkannte Regenspezialist aus Gräfelfing.

Im Trockenen erwartet Sutil erneut eine schwierige Aufgabe: "Wir haben keine großen Updates dabei, nur ein paar Kleinigkeiten, aber die muss man nicht großartig erwähnen. Deswegen ist auch nicht so viel zu erwarten. Nach wie vor versuchen wir aber das, was wir haben zu maximieren."

Es ist nicht nur ein Problem

Demnach sei aus dem C33 durchaus noch mehr herauszuholen als man bisher gezeigt hat. Das Problem dabei: Man weiß bei Sauber offenbar selbst nicht so genau, wo man ansetzen soll. "Es ist die Frage, ob man es über das Setup hinkriegt oder ob das Auto grundlegend Schwächen hat. Wir versuchen natürlich nach wie vor, die Balance noch besser zu machen", sagt Sutil.

"Es gibt aber immer ein paar Bereiche, wo das Auto nicht so gut liegt", fährt der Deutsche fort und schildert die Krux dabei: "Wenn man das eine Problem löst, hat man wieder ein anderes Problem. Somit ist die Rundenzeit recht stabil - leider."

Dennoch: Sutil ist sich "sicher, dass wir die Kurve kriegen". Die Frage sei nur, wann das passiert. Seine bisherige Zeit bei Sauber bezeichnet der ehemalige Force-India-Pilot als "interessant, aber natürlich auch hart, weil die Resultate nicht da sind und hier wird man daran gemessen, was man am Sonntag zeigt".

Keine Spur von Resignation

Als Hauptproblem des Sauber C33 macht der mit 75 Kilogramm schwerste Fahrer im Feld nach wie vor das Gewicht aus: "Das Auto ist immer noch ein bisschen zu schwer." Doch auch in anderen Bereich hinkt der 2014er-Sauber den Boliden der Konkurrenz hinterher, wie der Deutsche anmerkt: "Auf Seiten der Fahrbarkeit müssen wir mehr tun. Wir haben immer sehr stark durchdrehende Räder. Auch bei der Aerodynamik müssen wir zulegen. Es ist nicht ein Problem."

Von Resignation kann bei Sutil aber keine Rede sein. "Ich habe einen langen Atem", versichert der 31-Jährige, dessen Sauber-Vertrag bis Ende 2015 läuft. Mit größeren Updates am aktuellen Chassis rechnet Sutil beim "nächsten oder übernächsten Rennen". Mit der Antriebseinheit von Ferrari hingegen zeigt er sich inzwischen zufrieden. "Wir hatten in China einen guten Schritt. Davor waren wir auf den Geraden extrem langsam. Jetzt sind wir ganz gut dabei."

Wenn das Boot schon keinen Kiel hat...

Grundsätzlich erwartet man bei Sauber nicht, dass in den kommenden Wochen Riesenschritte nach vorn gelingen - auch oder gerade in der Sommerpause zwischen den Grands Prix von Ungarn und Belgien nicht. "Wie soll ein kleines Team in dieser Zeit auf ein großes Team aufholen?", fragt Sutil und erklärt: "Es ist eigentlich für jeden dasselbe. Das große Team wird immer schneller entwickeln können als das kleine. Ich glaube daher nicht, dass man da wirklich aufholt."

"Unsere Konkurrenz sind die in unserer Nähe, also auch die kleinen Teams", stellt der Sauber-Pilot klar und kommt zum Schluss: "Die größte Chance bietet sich im Winter, wenn man das neue Auto baut. Wenn man da eine gute Basis schafft, dann kann man einfach mehr machen. Wenn das Boot aber schon keinen Kiel hat, dann kentert es auch recht schnell."

Fotoquelle: xpbimages.com

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