Gewohnt lässig: Nico Hülkenberg macht sich um seine Form keine Sorgen

Formel 1 2014

— 03.07.2014

Hülkenberg ohne Angst vor Williams: "Nur Momentaufnahme"

Nico Hülkenberg will der neuen Stärke von Williams nicht so viel Bedeutung zumessen, und auch das verlorene Stallduell sieht er nicht in Stein gemeißelt



Der Österreich-Grand-Prix war für Nico Hülkenberg vor zwei Wochen eine Enttäuschung. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison nahm der Emmericher weniger als acht Punkte aus einem Rennwochenende mit nach Hause und dürfte sich besonders darüber ärgern, dass Konkurrent Williams mit den Plätzen drei und vier fette Punkte eingestrichen hat. In Silverstone werden die Karten nun neu gemischt, und während das Jahr für Williams bislang ein einziges Wellental war, konnte Force India mit Konstanz punkten.

"Das ist eine Stärke von uns", erklärt Hülkenberg im Vorfeld des Großbritannien-Grand-Prix. "Williams war sehr schnell und erfolgreich in Österreich, aber hier ist wieder eine neue Strecke. Für uns ist einfach wichtig, dass wir uns auf uns selbst konzentrieren, das Maximum aus dem Auto holen und die Entwicklung aufrechthalten. Wir sind in einer guten Position und haben gute Möglichkeiten in unserer Hand, die wir nutzen müssen."

Aktuell liegt Force India nur noch zwei Zähler vor den weißen Martini-Rivalen, und im Moment sieht das Team von Frank Williams stärker aus. Doch Hülkenberg winkt ab: "Das sind auch nur Momentaufnahmen. Österreich war extrem stark für Williams, und hier werden sie vielleicht auch noch einmal sehr stark sein, aber es kann auch sein, dass wir danach noch einmal auftrumpfen", sagt er. "Wenn es einmal so ist, heißt das nicht, dass es auch den Rest der Saison so bleiben muss. Das gilt für Mercedes, aber vielleicht nicht für alle anderen."

Das Tief aus Spielberg sei überwunden und alle Probleme im Griff, macht sich der Emmericher Mut im Kampf um Rang vier in der Konstrukteurswertung. "Wir haben das gesamte Rennen analysiert. Wir haben ein paar Dinge gefunden - nicht Setup - die nicht ganz gestimmt haben. Das hat uns am Ende des Tages Performance gekostet. Aber das sollte einfach in den Griff zu bekommen sein", ist er überzeugt.

In Silverstone will Hülkenberg dann auch endlich wieder vor Sergio Perez landen, nachdem ihn der Mexikaner nun zweimal hintereinander im Rennen in die Tasche gesteckt hat (ohne den Ausfall von Montreal gerechnet). Perez schien zuletzt besser mit den Reifen haushalten zu können und kam von der Strategie her in Montreal und Spielberg zweimal am Deutschen vorbei. Doch eine Schwäche seinerseits hat der 27-Jährige noch nicht ausgemacht. Er hat eine einfache Erklärung für das Teamduell.

"Dinge sind eher in seine Richtung gelaufen von der Strategie her", meint Hülkenberg. "Die Unterschiede sind nicht so groß, auch wenn es vielleicht so aussieht. In Österreich musste ich auf Supersofts starten, in Montreal bin ich auf den Primes gestartet, allerdings hat das Safety-Car den Reifen nicht gutgetan. Es war schwierig, die Temperatur im Reifen zu behalten und die Reifen nach der Safety-Car-Phase wieder zum Funktionieren zu bringen. Das waren einfach Dinge, die nicht in meine Richtung gelaufen sind", so eine Erklärung.

Beim Heimspiel seines ortsansässigen Teams kann das aber schon wieder ganz anders aussehen. Doch die bisherige Bilanz auf der Traditionsstrecke lässt das Pendel in Richtung Perez ausschlagen: Währen Hülkenberg bislang nicht über Rang zehn hinauskam, fuhr "Checo" in seinem Debütjahr im Sauber auf Rang sieben. Doch auch hier möchte Hülkenberg teamintern die Wende schaffen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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